Unter dem Motto Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung trafen sich Mitglieder des MTV Vorsfelde mit einer Mädchenwohngruppe aus Gifhorn. Entstanden war die Idee spontan im Frühjahr, als ein Betrieb der Diakonie der Ju-Jutsu Sparte des TSV Bahrdorf einen Schrank für Sportutensilien übergab, der eigens von den Auszubildenden nach den Vorstellungen der Ju-Jutsu Sportler angefertigt wurde. In enger Abstimmung mit der Leiterin der Wohngruppe, Frau Alexandra Damke und dem Ju-Jutsu Trainer Frank Lambrecht wurde der Workshop geplant und umgesetzt.
Mitglieder der Wohngruppe nebst Betreuerinnen und Referent
Nach einer 2 ½ stündigen Theorieeinheit zum Thema Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Notwehr wurde im Anschluss an zwei Tagen intensiv die Praxisanwendung trainiert. Überrascht waren sowohl der Referent als auch seine jugendlichen Helferinnen, Kim Meinert, Svenja und Anika Kreisbeck-Apert von dem Trainingsfleiß der Mädchen und jungen Frauen aus der Wohngruppe. Diszipliniert und aufmerksam gingen die jungen und sympathischen Teilnehmerinnen zu Werke und so ging der erste Tag viel zu schnell vorbei. Am zweiten Tag wurden die Techniken des Vortages weiter intensiviert, sodass die eine oder andere Technik sicherlich auch in der Praxis zur Anwendung kommen kann. Viele der Mädchen und jungen Frauen signalisierten sogar trotz Muskelkater („wir wussten gar nicht, dass wir dort Muskeln haben“) ihr Interesse an einem Folgeworkshop oder sogar daran, Ju-Jutsu regelmäßig in einem Verein auszuüben. Der Referent versprach spontan, einen entsprechenden Kontakt zu einem Gifhorner Verein herzustellen. Für alle Beteiligten war es ein gelungener Workshop und sollte Beispiel für andere sein, die einmal über den eigenen Tellerrand hinaus sehen möchten. Gerade für Jugendliche aus schwierigen Lebenssituationen bietet Ju-Jutsu eine Möglichkeit, Aggressionen abzubauen und an Selbstbewusstsein zu gewinnen.

Gut gelaunt in die Pause. Betreuerinnen und Referent
Bericht: Alexandra Damke und Frank Lambrecht
|