MTV 1862 e.V. Vorsfelde, 38448 Wolfsburg, Carl-Grete Str. 41
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MTV 1862 e.V. Vorsfelde
Carl-Grete Str. 41
38448 Wolfsburg
handball 02.09.13
Premieren-Lektion: Der MTV geht unter
(jsc) Zum Auftakt der Saison in der 3. Liga haben die Handballer des Aufsteigers MTV Vorsfelde eine Niederlage einstecken müssen. Gegen den SC Magdeburg II setzte es ein 21:31 (9:19). Immerhin: Nach zehn Minuten hatte es ganz schlimm ausgesehen. Kaum war die erste Euphorie des MTV-Kampfschreies verflogen, holte der Gegner den MTV auf den harten Boden der Drittliga-Realität. Nach neun Minuten lagen die Eberstädter mit 0:6 zurück, eine weitere Minute später war es dann Miroslav Jovicic, der den ersten Treffer für Vorsfelde erzielte. Bis dahin hatte der MTV praktisch gar keinen Wurf auf Magdeburgs Tor gebracht. Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit fand das Team von Trainer Mike Knobbe zu keinem Zeitpunkt ins Spiel. Im Angriff waren die Versuche zu zaghaft und zu ungenau, in der Abwehr kassierten die MTV-Torhüter Thomas Krüger und Christian Rüger einen Gegentreffer nach dem anderen – auch, weil die Defensive zu verhalten agierte. „Wir haben uns einfach überrumpeln lassen, wir haben schmerzlich erfahren, was es heißt, in der 3. Liga zu spielen“, fasste MTV-Trainer Mike Knobbe die erste Hälfte zusammen. Nach dem Seitenwechsel nahm Magdeburg den Fuß vom Gas, Vorsfelde kam so mal zu einfachen Toren, auch die Abwehr packte jetzt besser zu. Nachdem die Gäste kurzzeitig mit zwei Spielern weniger spielen mussten, kam der MTV mit den lautstarken Zuschauern im Rücken sogar bis auf 19:28 (54.) heran. Zu mehr als Kosmetik reichte es gegen die Magdeburger Bundesliga-Perspektivspieler jedoch nicht mehr. MTV: Krüger, Rüger – Jovicic (1), Kühlbauch (2), Schwoerke (4), Johow (3), Basile, Groenewold (2), Bock (1), Frerichs (3), Nikolayzik, Thiele, Borchers, Schilling (5).
02.09.2013 / WAZ Seite 34 Ressort: WSPORT
 
 
MTV zahlt zum Auftakt viel Lehrgeld gegen gnadenlose Magdeburger

 Der Handball-Drittligist Vorsfelde unterliegt SC Magdeburg II  mit 21:31. Trotzdem lobt Mike Knobbe sein Team.

Von Stephan Edelhäuser

Die Verteidiger der Zweitvertretung des Handball-Drittligsten SC Magdeburg hatte die Angreifer des MTV Vorsfelde (hier: Pascal Bock) zumeist gut im...
Foto: regios24/Helge Landmann

Lehrreicher Abend für die Handballer des MTV Vorsfelde. Zum Saisonauftakt der 3. Liga hatte der Aufsteiger gegen die Zweitvertretung des SC Magdeburg mit 21:31 (9:19) das Nachsehen.

„Es ist viel wert, dass sich die Mannschaft nicht aufgegeben hat.“
Mike Knobbe, Trainer vom MTV Vorsfelde, lobt seine Mannschaft.

Der MTV verlor das Spiel schon in der Anfangsphase. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt legten fulminant los und zogen prompt auf 6:0 davon – erst dann gelang Miroslav Jovicic der erste MTV-Treffer in der neuen Spielklasse. Beim Stand von 3:7 startete der SCM die nächste Serie und baute die Führung auf 3:13 aus – die Vorentscheidung. „Wir sind zu nervös gewesen“, meinte MTV-Trainer Mike Knobbe und auch Magdeburg-Trainer Dirk Pauling stimmte ihm zu: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, gegen einen Gegner, der zu viel Respekt vor uns hatte.“

MTV-Trainer Mike Knobbe gab viele Kommandos und war bemüht, das Spiel des Handball Drittligisten von außen zu verbessern.
Foto: regios24/H. Landmann

Die Hausherren benötigten die komplette erste Hälfte, um sich auf der neuen Bühne 3. Liga zu akklimatisieren. Beim Halbzeitstand von 9:19 drohte den Vorsfeldern eine empfindliche Pleite, gegen die sich die Mannschaft nach dem Seitenwechsel allerdings aufopferte. „Wir hatten in der zweiten Hälfte nichts mehr zu verlieren und haben uns deutlich gesteigert“, erklärte Knobbe, der sich zugleich über die stimmungsvolle Kulisse in der Halle freute: „Das Publikum hat die Jungs heiß gemacht.“

Die etwa 400 Zuschauer in der Sporthalle im Schulzentrum Eichholz erlebten, wie der MTV anfing, den Magdeburgern Paroli zu bieten. Zwar führten die Gäste beim Stande von 11:26 zwischenzeitlich mit 15 Treffern, doch die Hausherren gaben nicht auf. In der Schlussphase reduzierte der MTV den Rückstand, beendete den zweiten Spielabschnitt mit 10:10 und hielt damit den Zehn-Tore-Abstand vom Halbzeitergebnis. Yannik Schilling avancierte mit fünf Treffern zum treffsichersten MTV-Schützen – auch Kapitän Michael Schwoerke hatte mit vier Toren seinen Anteil an der kleinen Vorsfelder Aufholjagd. Der Kampfgeist seiner Mannschaft imponierte dem Trainer. Knobbe fand für die Einstellung seiner Spieler lobende Worte: „Es ist viel wert, dass sich die Mannschaft nicht aufgegeben hat.“

Zudem bittet der MTV-Trainer um Geduld für seine Mannschaft: „Wir müssen uns noch an die neue Liga gewöhnen, das haben wir in der ersten Halbzeit schwer erfahren müssen. Wir haben sicherlich noch viel Potenzial nach oben, müssen unserer Mannschaft jedoch Zeit geben.“

MTV Vorsfelde: Rüger, Krüger – Jovicic (1), Kühlbauch (2), Schwoerke (4/1), Johow (3), Basile, Groenewold (2), Bock (1), Frerichs (3), Nikolayzik, Thiele, Borchers, Schilling (5)

 

 

MTV-Spieler von Kulisse beeindruckt

 400 Zuschauer sahen das Spiel des Aufsteigers.

Von Stephan Edelhäuser

  

Gute Stimmung beim MTV Vorsfelde.
Foto: regios24/Helge Landmann

Die Drittliga-Handballer vom MTV Vorsfelde sind in ihrem ersten Saisonspiel in der neuen Liga leer ausgegangen. Der Pausenrückstand von 9:19 war gegen den SC Magdeburg II nicht mehr zu reparieren – das Endergebnis von 21:31 letztlich deutlich. Dennoch gibt es allen Grund zur Zuversicht: Der MTV steigerte sich im zweiten Spielabschnitt und zeigte Moral.

„Wir haben uns in der Halbzeit gesagt, dass wir uns an Kleinigkeiten hochziehen müssen“, meinte MTV-Spieler Pascal Bock und erklärte: „Wir haben jeden Block und jedes Tor gefeiert.“ Angetrieben von den 400 Zuschauern stemmten sich die Hausherren gegen den gewaltigen Rückstand. „Mit der Kulisse hat es einfach großen Spaß gemacht“, sagte Yannik Schilling – mit fünf Toren treffsicherster MTV-Spieler im Spiel gegen Magdeburg.

Das eigene Publikum könnte in der Saison entscheidend werden und im möglichen Abstiegskampf zusätzlich motivieren. Bei den Auswärtsspielen allerdings erwartet die Vorsfelder jeweils eine komplett andere Atmosphäre. „Ich würde das nicht als Nachteil bewerten“, meint Schilling und begründet: „Auswärts sind genauso viele Zuschauer, nur sind die dann gegen uns. Das ist aber fast genauso geil.“

Am nächsten Samstag muss sich der MTV erstmals darauf einstellen. Der Aufsteiger gastiert bei der SG LVB Leipzig, die ihr erstes Saisonspiel ebenfalls verloren hat.

 

WN, 02.09.13