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MTV Vorsfelde plant fest für 3. Liga

Vorsfelde Northeimer Protest gegen Aufstieg der Oberliga-Handballer verspricht kaum Erfolg

Von Markus Kutscher

Beim Vorsfelder Schützenfest am Sonntag feierten die MTV-Handballer ihren Aufstieg in die 3. Liga.
Beim Vorsfelder Schützenfest am Sonntag feierten die MTV-Handballer ihren Aufstieg in die 3. Liga.
Foto: Anja Weber/regios24

Ausgelassen feierten die Handballer des MTV Vorsfelde am Wochenende die Oberliga-Meisterschaft. „So einen letzten Spieltag habe ich noch nie erlebt. Das war unbeschreiblich“, sagte MTV-Trainer Mike Knobbe, der „super stolz“ auf seine Mannschaft ist. „Wir haben in der Saison zusammen viel Schweiß gelassen. Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt.“

Nun laufen die Planungen für die dritte Liga auf Hochtouren. Offiziell stehen die Vorsfelder allerdings noch nicht als Aufsteiger fest. Northeim hat Protest eingelegt. „In dieser Woche fällt sicherlich eine Entscheidung. Ich sehe da aber keine Erfolgschancen für Northeim“, sagt MTV-Kapitän und -Spartenleiter Michael Schwoerke. „Für Northeim ist es dumm gelaufen. Der Verein tut mir auch ein bisschen leid. Aber wir haben nun einmal ein Tor mehr geworfen“, betont Knobbe.

Hintergrund des Northeimer Protestes: Vorsfelde und Northeim waren laut Ergebnisdienst (SIS-Handball) nach 30 Spieltagen punkt- und torgleich. Nach der 34:35-Niederlage am Samstag in Nienburg fiel den Vorsfeldern wieder ein, dass die Partie vier Wochen zuvor gegen Helmstedt mit 34:20 gewonnen worden war. Helmstedt hatte jedoch ein 33:20 eingetragen. Staffelleiter Manfred Herzog korrigierte den Fehler und erklärte Vorsfelde zum Meister.

Der MTV wird aller Voraussicht nach also erstmals in der Vereinsgeschichte in der 3. Liga spielen. „Der Aufwand wird doppelt so groß sein“, meint Schwoerke. Das Trainingspensum erhöht sich von zwei auf vier Einheiten pro Woche. Zu Auswärtsspielen sind es nicht mehr maximal 150 Kilometer, sondern bis zu 600. „Es gibt Spieler, die verdienen in der 3. Liga bis zu 5000 Euro netto“, sagt Schwoerke.

Davon können die Vorsfelder Amateur-Handballer nur träumen. „Mit unserem Etat gehören wir zu den Absteigern. Unser Vorteil ist die mannschaftliche Geschlossenheit“, betont Schwoerke, der die 3. Liga keineswegs als einjähriges Abenteuer betrachtet. „Die anderen Mannschaften kochen auch nur mit Wasser.“ Und Knobbe verspricht: „Wir werden alles geben.“