MTV 1862 e.V. Vorsfelde, 38448 Wolfsburg, Carl-Grete Str. 41
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MTV 1862 e.V. Vorsfelde
Carl-Grete Str. 41
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Livevideo – und Bock feiert in Südafrika
Die Livemitteilung des Staffelleiters über die Neu-Einordnung auf Platz eins am Samstag gegen 21.30 Uhr gibt es in einem kurzen Video bei Youtube zu sehen – samt der Ansage von Coach Mike Knobbe und dem Jubel. Der Link: http://www.youtube.com/watch?v=g_j8KN0yRnk. Eingestellt hat Naima Bock den Clip. Live zugeschaltet im Bus war ihr Bruder Pascal, der für den MTV spielt, gerade aber in Südafrika studiert. Er hatte das Drama mit Infos seiner Schwester verfolgt und nach Spielende Frust geschoben, Dann kam ein Anruf von Michael Schwoerke aus dem Bus. Bock: „Ein unfassbarer Abend. Dann konnte ich mir endlich mein Aufstiegsshirt anziehen. Ich bin stolz, Teil dieser Mannschaft zu sein.“
Die viergleisige dritte Liga scheint ein schwieriges Pflaster zu sein. Der VfL Edewecht etwa hat in der Staffel West aufgegeben. Als Dritter! In der Ostgruppe soll Aschersleben finanzielle Probleme haben. Das Internetmagazin „Zweitewelle“ berichtet, dass die Spieler vor dem letzten Spiel Shirts mit folgendem Aufdruck trugen: Asche ist der geilste Klub der Welt – ohne Geld!
Für den MTV wird er nur noch im Notfall spielen, doch Raul del Pino bleibt für Vorsfelde aktiv. „Als Nachwuchstrainer, darauf freue ich mich schon. Die Kids sind die Zukunft des Vereins“, sagte er bei der Abschlussfeier. Am Wochenende übrigens geht der MTV in zwei Motoryachten auf dem Ijsselmeer in Holland auf Mannschaftsfahrt. Del Pino ist einer der Skipper.
Yesss! So freute sich Mike Knobbe, Trainer des MTV Vorsfelde. Einmal vergeblich, später noch einmal, als der Aufstieg vom Staffelleiter bestätigt wurde. Nun plant Knobbe die 3. Liga.Foto: Gleue
Bock
04.06.2013 / WAZ Seite 34 Ressort: WSPORT

So plant Knobbe für die 3.Liga
Er ballte die Fäuste, schrie seinen Jubel heraus, dann aber fing sich Mike Knobbe schnell wieder. „Nach so einem Erfolg kann man eigentlich aufhören“, sagte er im Scherz. Nach dem Titel in der Oberliga will der Trainer mit seinem Klub, für den er immer aktiv war, in der 3. Liga bestehen. Dafür ist noch Einiges zu tun. Knobbes Warnung: „Hoffentlich wissen alle, was 3. Liga bedeutet.“ Für die Spieler etwa bedeutet es mehr Aufwand. „Viermal in der Woche werden wir trainieren müssen.“ Und: „Wir brauchen einen Co-Trainer, einen Physiotherapeuten, der bei den Spielen dabei ist.“ Sein Wunsch: „Wir können jede Unterstützung gebrauchen, auch von Arbeitgebern.“ Der MTV in der 3. Liga – bedeutet es auch mehr Kosten? Der Kader blieb im Wesentlichen beisammen, ausländische Asse leistet sich der Klub nicht, Claas Nikolayzik, Marius Thiele, Yannik Schilling und Keeper Christian Rüger kommen, mit einem Kreisläufer ist sich der MTV fast einig. Spartenchef Michael Schwoerke: „Im Grunde sind wir dann von der Kopfstärke her gut aufgestellt.“ Ob man noch einen Spieler draufpacken könne, werde auch von Sponsoren abhängen. „Erhöhte Reisekosten deckt der Verein“, so Klubchef Werner Reimer. Die VW-Sportförderung habe zudem ein höheres Engagement versprochen. Ihm ist wichtig: „Auch wenn wir wieder absteigen sollten, wollen wir ein Fundament haben, nicht auseinanderfallen.“ Bedeutet auch: „Und wenn wir keinen Punkt holen – Mike Knobbe bleibt Coach.“ Schwoerke betont: „Wir haben uns im Vorfeld auf den Aufstieg vorbereitet, wir wissen, was noch zu tun ist. Die Zulassung zur 3. Liga haben wir.“
04.06.2013 / WAZ Seite 34 Ressort: WSPORT

Spieler feiern ihren „Meistertrainer!“
Neben Ortsbürgermeister Günter Lach gratulierten beim Saisonabschluss am Tag nach dem Aufstieg auch Sportausschuss-Vorsitzender Thorsten Werner und die Stadtsportbund-Vorsitzende Ursula Sandvoss. Wie meist eher zurückhaltend gab sich Trainer Mike Knobbe („Als Spieler war ich wilder“). Er musste förmlich aufs Mannschaftsfoto gedrängt werden – mit Sprechchören „Meistertrainer, Meistertrainer“ seines Teams.
Erst feierte Northeim, dann Vorsfelde – nach den Ergebnissen der Handball-Oberligasaison ist Vorsfelde Meister. Weil aber ein einziges Törchen den Titel entschied und dieses Törchen in der offiziellen Verbandstabelle vor dem letzten Spiel fehlte, legt Northeim Einspruch ein, will Entscheidungsspiele gegen den MTV. Vorsfeldes Spartenchef Michael Schwoerke gestern: „Wir machen uns da keine Sorgen.“ Northeim wird den Protest damit begründen, dass man davon ausgegangen sei, dass im Fall der Fälle 14 Tore Vorsprung im eigenen Finale ausreichen. Der Einspruch ist per Email angekündigt, jetzt wartet der Verbandsportgerichts-Vorsitzende Werner Beie auf das angekündigte Einschreiben. Er weiß: „In 20 Jahren meiner Tätigkeit im Sportgericht habe ich so einen Fall noch nicht gehabt.“ Knifflig allerdings: „Läuft es optimal, gibt es eine Entscheidung in vier bis sechs Wochen, schneller geht es nicht.“ Das ist eigentlich für beide Mannschaften zu spät, oder? Schwoerke: „Was wäre wenn und würde wird nicht zum Tragen kommen. Wir steigen auf. Davon gehen wir aus.“ Northeim übrigens hatte zum Feiern gar keinen Grund gehabt. Der Stand, den der HC als ausreichend für den Titelgewinn angesehen hatte, hätte nur für Entscheidungsspiele gegen Vorsfelde gereicht – bis ein Törchen diese kippte.
Keine Angst vor Protest: MTV-Spartenleiter Schwoerke.
04.06.2013 / WAZ Seite 34 Ressort: WSPORT