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Wolfsburgs Handball ist im Aufschwung

Vor einem Jahr stagnierten die Aushängeschilder Vorsfelde und Fallersleben - inzwischen sieht es glänzend aus.

 

Von Kilian Symalla

 

Fallersleben/Vorsfelde."Ich bin mir sicher, dass diese Teams auch in der Oberliga und Regionalliga bestehen können", sagt Stefan Cauer und meint damit die Handballer seines VfB Fallersleben und des Lokalrivalen MTV Vorsfelde. Der VfB und der MTV sind derzeit noch jeweils eine Klasse tiefer unterwegs, doch der Trend geht steil bergauf - beide überwintern auf Rang zwei.

Das sah vor ziemlich genau einem Jahr noch ganz anders aus, gerade beim MTV. Die Eberstädter steckten tief im Oberliga-Abstiegskampf. Im Winter kam es zur Trennung mit dem langjährigen Vorsfelder Coach Mike Knobbe, der später in Fallersleben einsteigen sollte. Unter Jürgen Thiele schafften die Vorsfelder den Klassenerhalt.

Beim VfB war man zwar nie abstiegsgefährdet, man wähnte sich jedoch festgefahren. "Wir hatten den Eindruck, dass die Mannschaft eine neue Ansprache vertragen könnte. Wir haben uns hinterfragt, waren ehrlich zu uns selbst", erklärt VfB-Coach Cauer, der über Jahre gemeinsam mit Uwe Wacker die Fallersleber betreute. Da traf es sich gut, dass mit Knobbe ein etablierter und renommierter Coach verfügbar war. "Mike war in Vorsfelde vielleicht in einer ähnlichen Situation", sagt Cauer. Es kamen Entwicklungen zusammen, die sich für beide Vereine als sehr positiv erwiesen.

Nach der Rettung hat Vorsfelde-Trainer Thiele sein Team zu einem Meisterschaftskandidaten gemacht, auch wenn er das so noch nicht sagen würde: "Wir sind zufrieden mit der Hinrunde." Thiele wird die schweren Aufgaben im Januar und Februar abwarten, bevor er eine Zielkorrektur in Erwägung zieht. Dass sich aber einiges getan hat unter seiner Regie, streitet der Coach nicht ab. "Wir haben uns gut verstärkt, das Kollektiv funktioniert", betont er. "Christian Bangemann ist offensiv eine Waffe. Pascal Bock gibt unserer 6-0-Abwehr enormen Halt."

Einen besonderen Wert hat auch sein Sohn Marius, hat der Mittelmann doch die Spielphilosophie des Vaters verinnerlicht wie kein Zweiter: "Marius spielt die Risikopässe, das fordere ich so von ihm seit vielen Jahren. Derzeit sehe ich in der Oberliga keinen Besseren in der Spieleröffnung."

Eine interessante Parallele zum VfB ist, dass auch die Fallersleber stark von neugewonnenen Qualitäten auf der Spielmacherposition profitieren. Mit Nils Kühne fanden sie das fehlende Puzzlestück. "Nils war eine entscheidende Verpflichtung", sagt Cauer. Knobbe sei der ideale Coach für Kühne. "Mike war früher selbst ein ausgezeichneter Mittelmann, der beste in der Region. Er kann Nils viel zeigen."

Wo auch immer die Fallersleber und Vorsfelder am Ende dieser Saison auch landen werden - der Aufwärtstrend ist unverkennbar. "Es geht voran im Wolfsburger Handball, wir leben auf. Nach den vielen Nackenschlägen ist das eine tolle Entwicklung", erklärt Cauer. Die Krönung wäre natürlich ein Kräftemessen zwischen VfB und MTV in der Oberliga - oder eines Tages gar in der Regionalliga.

"Es geht voran im Wolfsburger Handball, wir leben auf. Nach den vielen Nackenschlägen ist das eine tolle Entwicklung."

"Marius spielt die Risikopässe, das fordere ich so

von ihm seit

vielen Jahren."

Stefan Cauer, Fallersleber Co-Trainer, zum Wolfsburger Aufschwung.

Jürgen Thiele, Vorsfeldes Trainer, über einen wichtigen Aspekt im MTV-Spiel.

Nils Kühne (am Ball) war eine entscheidende Verpflichtung für den Fallersleber Aufschwung. Aktuell sind die VfB-Handballer Verbandsliga-Zweiter. Fotos (3): regios24/Helge Landmann

Christian Bangemann (Mitte) gehört einmal mehr zu den wichtigsten Vorsfeldern, der MTV steht zur Winterpause auf dem zweiten Rang der Oberliga. Foto: regios24/Darius Simka