MTV 1862 e.V. Vorsfelde, 38448 Wolfsburg, Carl-Grete Str. 41
05363-71347
MTV 1862 e.V. Vorsfelde
Carl-Grete Str. 41
38448 Wolfsburg

Wolfsburger Nachrichten, 21.09.2016

 

 


 

Die deutschen Mädels des U21-Bundestrainers Claudiu Pusa preschen durch die Europameisterschaft und lassen eigentlich starke Nationen wie die Niederlande, Frankreich und im Finale Russland blass aussehen.

18.09.2016 von [Fabian May]
 
 

Szekely, Starke, Reimann, Scoccimarro und Wagner. Das war Pusas Rezept zur Europameisterschaft. 4:1, 5:0, 4:1, 4:1 heißen die starken Ergebnisse gegen Niederlande, Türkei, Frankreich und Russland.

Die Freiburgerin Patrycia Szekely war die einzige nicht-Endrundenteilnehmerin dieser Riege, aber das merkte man ihr nicht an. Nach dem bitteren Einzel-Erstrundenaus gewann sie jeden ihrer Kämpfe eindrucksvoll und sorgte dafür, dass Deutschland nie in Rückstand geriet. Auch gegen Frankreich gewann sie das Aufeinandertreffen mit der Einzel-Dritten Astride Gneto - nach nur 25 Sekunden.

Auch Pauline Starke vom Judo Team Hannover wurde ihrer neuen Rolle als Europameisterin -57kg gerecht. Sie gewann jeden Einzelnen ihrer vier Kämpfe und erwies sich als Bank für das deutsche Team. Jedes Mal legte sie zu einem komfortablen 2:0 vor und spielte eine starke Rolle bei der Mission EM-Titel.

Die Duisburger Powerfrau Lara Reimann konnte in zwei der vier Begegnungen den Sack vorzeitig zumachen. Lediglich die Neuauflage ihres Einzel-Finals gegen die Holländerin Vermeer und der Team-Finalkampf gegen Russland entwischten ihr nur knapp.

Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde hingegen konnte eine ihrer zwei Revanchen für sich entscheiden. Während sie gegen die Holländerin Ausma gewinnen konnte, ging ihr Kampf gegen die Französin Gahie zumindest deutlich knapper aus als zuvor. Erst der Kampfrichter entschied durch Shido im Golden Score. Scoccimarro war es, die den EM-Titel gegen Russland mit einem krachenden Ippon klar machte.

Einzel-Europameisterin Anna Maria Wagner, Einzelstartrecht beim KJC Ravensburg, ging als letzte auf die Matte. Wenn sie angrüßte, war der Mannschaftskampf bereits entschieden. In ihrer extra für die Teamwettkämpfe gebildeten +70-Kilogramm-Klasse gewann sie jeden Kampf, unter anderem gegen die türkische Vize-Europameisterin Akbulut und die französische Europameisterin Tolofua. Es begab sich nämlich dass sie jedes Mal gegen "echte Schwergewichte" aus der +78kg-Kategorie kämpfen musste. Die EJU-Livestream-Kommentatoren witzelten, dass sie ja nun dreifache Europameisterin sei.

Das deutsche U21-Damenteam bewies, dass sie nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite in Europa dominant sind. Der Deutsche Judo-Bund (DJB) beglückwünscht die Damen und ihre Trainer zu dieser herausragenden Leistung.

Hier die weiteren Ergebnisse der Team-EM der Frauen U21:

1. Deutschland

2. Russland

3. Kroatien

3. Frankreich

5. Großbritannien

5. Italien

7. Türkei

7. Montenegro

 

Quelle: http://www.judobund.de/aktuelles/detail/wir-sind-u21-europameisterin-2167/


Jaaaa! Deutschlands U-21-Judofrauen um Giovanna Scoccimarro (vorn l.) holten in Malaga den EM-Titel.

Malaga. Wolfsburgs Top-Judoka vom MTV Vorsfelde holte jetzt Gold bei der Mannschafts-Europameisterschaft der U 21 in Malaga/Spanien: „Ich habe mich über den Titel sehr gefreut“, sagte Giovanna Scoccimarro. „Vor allem, weil es im Einzel nicht gut lief.“ So ist sie die Lessienerin: bescheiden. Denn Platz fünf im Einzel war aller Ehren wert.

 

Er spiegelte nur nicht ihre Leistung wider. Sie hatte unter anderem die topgesetzte Ungarin Szabina Gercsak geschlagen und nur knapp gegen die spätere Europameisterin Merie Eve Gahie im Halbfinale verloren. Im Kampf um Platz drei kostete sie dann eine kleine Unachtsamkeit gegen Natascha Ausma aus den Niederlanden Edelmetall.

 

 Doch die Revanche gelang ihr danach im Teamwettkampf. Die 70-Kilo-Kämpferin, deren Fernziel die Olympia-Teilnahme 2020 ist, schlug nämlich Ausma im Team-Duell gegen die Niederlande. Auch gegen die Türkei punktete Scoccimarro in ihrem Kampf für Deutschland, ehe sie gegen Gahie im Duell mit Frankreich in der Verlängerung erneut unterlag. Das schmerzte aber nur kurz. Denn es reichte fürs Finale gegen Russland. Das gewann die deutsche Auswahl - die MTVerin holte den entscheidenden Punkt. Sie war zufrieden - „und die Trainer auch“, berichtete sie. Wegen ihres Abiturs im Frühjahr hatte sie Trainingsrückstand.

 

rau

Quelle: Wolfsburger Allgemeine, 20.09.2016