MTV 1862 e.V. Vorsfelde, 38448 Wolfsburg, Carl-Grete Str. 41
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MTV 1862 e.V. Vorsfelde
Carl-Grete Str. 41
38448 Wolfsburg

Vorsfelder Judoka können die Klasse nicht halten.

Von Dieter Wiemuth

Vorsfelde. Die 1. Judo-Bundesliga war für das Frauenteam des MTV Vorsfelde am Ende doch eine Nummer zu groß. Im alles entscheidenden Abstiegsduell unterlag der MTV beim FC Stella Bevergern deutlich. Im Hin-und Rückrundenkampf setzte es eine deutliche 4:10 (2:5 und 2:5)-Niederlage.

"Der Abstieg ist für meine Mannschaft kein Beinbruch", sagte Trainer Mario Pavlu, der nun in der Serie 2018 wieder in die 2. Bundesliga einsteigt. Mit einer begeistert mitarbeitenden und entwicklungsfähigen jungen Mannschaft dürfte mit den Vorsfeldern weiter zu rechnen sein.

Das Pavlu-Team war im ersten Duell mit Bevergern bemüht, lag nach den ersten beiden Kämpfen gut im Rennen: Vorsfeldes Janne Arenhold (bis 57 kg) glich gegen Irina Arends zum 1:1 aus. Allerdings ging der Kampf über die volle Kampfzeit hinaus. Erst nach 6:36 Minuten in der Verlängerung kam der Sieg für Arenhold.

Auch MTV-Ass Giovanna Scoccimarro (bis 78 kg) hielt den Wettkampf offen, sorgte noch einmal für den 2:2-Ausgleich. Stella-Athletin Lena Hembrock konnte nur 54 Sekunden mit der Vize-Europameisterin mithalten, dann war der Kampf für vorüber. Das war es dann aber für die Gäste. Die restlichen Duelle gingen allesamt verloren. MTV-Niederlagen setzte es für Kimberly Grodtmann (bis 63 kg), Svenja Habenicht (bis 70 kg), Daniela Knauf (bis 78 kg), Fabienne Naomi Bender (bis 52 kg) und Sarah Ischt (bis 48 kg). Bitter: Für Ischt kam schon nach zehn Sekunden das Aus. Bevergern hatte somit 5:2 gewonnen.

Auch im Rückkampf war das MTV-Team überfordert, konnte wie zuvor nur durch Arenhold und Scoccimarro Zähler auf die Habenseite bringen. Grodtmann, Jana Buschermöhle, Mandy Sonnemann, Ischt und Binder verloren. Auch Durchgang 2 ging somit mit 5:2 an Bevergern. Die Mannschaft jubelte, feierte den Bundesliga-Klassenerhalt.

Fazit aus Vorsfelder Sicht hingegen: Zwei starke Kämpferinnen wie Scoccimarro und auch Arenhold machen noch keine Bundesligamannschaft. Wenn auch bei vielen jungen MTVerinnen noch Luft nach oben ist, muss für einen erneuten Erstliga-Aufstieg hart gearbeitet werden. Ein engagierter Trainer Pavlu sagt allerdings optimistisch: "Gute Ansätze waren bei vielen schon zu sehen."

WN 18.09.2017