MTV 1862 e.V. Vorsfelde, 38448 Wolfsburg, Carl-Grete Str. 41
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Die Sorgen und Pläne der Wolfsburger Vereine

Wolfsburg Während der TSV Neindorf mit der angespannten Hallensituation kämpft, ist der MTV Vorsfelde gut aufgestellt.

Von Katharina Pahl

Handball – eine von vielen gut laufenden Sparten im MTV-Vorsfelde.
Handball – eine von vielen gut laufenden Sparten im MTV-Vorsfelde.
Foto: regios24/Helge Landmann

 

 

An den Wochenenden im Januar, Februar und März finden sie zuhauf statt: die Jahresversammlungen der Wolfsburger Vereine. Dabei stehen meist Berichte, Ehrungen oder Wahlen auf dem Programm. Doch wie hat sich die Situation der Vereine in den vergangenen Jahren verändert? Wo liegen die Schwierigkeiten? Wir haben uns bei einigen Vorsitzenden einmal umgehört.

Von einer negativen Situation spricht Heinz-Erich Böning, Vorsitzender des TSV Neindorf. Die Mitglieder hätten lediglich die Möglichkeit, die Schulsporthalle zu nutzen – und diese Möglichkeit sei begrenzt. Grund: Neben dem TSV sind auch Dörfer aus Königslutter berechtigt, die Halle in Anspruch zu nehmen. „So können die Gymnastikfrauen die Turnhalle nur einmal in der Woche nutzen, ebenso kann das Kinderturnen nur einmal wöchentlich stattfinden“, erklärt Böning, der seit gut 30 Jahren an der Spitze des Vereins steht – damals habe der TSV 250 Mitglieder gehabt. Vor 2012 zählte der Sportverein 500 Teilnehmer, zur Bestandsaufnahme am 1. Januar waren es nun 404 Aktive. Durch die Sporthallen-Situation könne sich keine Sportart etablieren, man sei so nicht konkurrenzfähig, ärgert sich Böning. Ein weiteres Problem sieht der Vorsitzende in der Entwicklung der Ganztagsschulen. „Wir haben nur noch ein Handballteam“, erklärt der Neindorfer – die C-Jugend habe sich aufgelöst, nun hätte der TSV nur noch die Minis.

Entspannter geht es beim kleinen BV 91 Wolfsburg zu – der 30 Mitglieder zählende Bowlingklub hat seit gut drei Jahren eine eigene Heimbahn im Allerpark, zuvor hatten die Wolfsburger in Braunschweig trainieren müssen. „Wir haben unseren Weg gefunden“, berichtet Vorsitzende Petra Eismann, die zu den Gründungsmitgliedern zählt. Seit 1991 gibt es den Bowlingverein. Hoffnung setzt Eismann auf den Nachwuchs, auf junge Leute, die irgendwann das Ruder übernehmen. „Doch die Ausrüstung ist sehr teuer, kostet mehrere 100 Euro. Gerade, wenn die jungen Leute in der Ausbildung sind, haben sie meist das Geld nicht“, schränkt die Vorsitzende ein.

Gut aufgestellt ist der MTV Vorsfelde, der größte Verein Wolfsburgs. Aktuell hat der Verein 5347 Mitglieder, der Vorsitzende Werner Reimer spricht in diesem Zusammenhang von einem stabilen Wachstum. Sowohl im Breiten - als auch im Wettkampfsport stünden die Vorsfelder gut da.

Im vergangenen Jahr lief das Projekt „MTV-Aktion“ an. So würden bereits mehr als 200 Mädchen und Jungen das Angebot am Schulzentrum nutzen – „so können die Schüler beispielsweise eine Freistunde dazu nutzen, eine Sporteinheit zu absolvieren“, erklärt Reimer. Am Montag läuft ein weiteres Projekt an: So übernimmt der MTV die Schulkindbetreuung an der Altstadtschule Vorsfelde. „Die Kennzeichen dafür, dass es im Verein passt, sind die Mitgliederzahlen und die Finanzen – und die passen bei uns“, freut sich Reimer, der weiß, dass sich ein Verein stetig entwickeln muss, schließlich stünden die Vereine auch in Konkurrenz zueinander – „Ziel muss es sein, die Qualität anzuheben und sich weiterzuentwickeln.“