MTV 1862 e.V. Vorsfelde, 38448 Wolfsburg, Carl-Grete Str. 41
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MTV 1862 e.V. Vorsfelde
Carl-Grete Str. 41
38448 Wolfsburg

MTV 1862 e.V. Vorsfelde

Ansprache des Vorsitzenden Werner Reimer anlässlich der

Feierstunde „10 Jahre MTV-Center Vorsfelde“ am 02.10.09

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße Sie zu unserer heutigen Jubiläumsveranstaltung anlässlich des

10jährigen Bestehens des MTV-Centers Vorsfelde.

Bereits in der Einladung haben wir versucht, die große Bedeutung dieses

Projekts für uns und den Vereinssport in Wolfsburg insgesamt zu skizzieren.

Von einem Kontrapunkt des Vereinssports gegenüber den kommerziellen

Fitnessanbietern ist die Rede. Das MTV-Center ist heute Mittelpunkt des

Vereinslebens, Geschäftstelle und Tagungsort der Gremien sowie eine

Sportstätte für etwa 2.800 Sportler.

Ohne freundliche Unterstützung der Stadt Wolfsburg wäre dieses Projekt

sicher nicht möglich gewesen. Um auch noch einmal danke zu sagen, haben

wir die sportpolitisch Verantwortlichen eingeladen und Sie sind der Einladung

in großer Zahl gefolgt. Allen voran freue ich mich, unseren frischgebackenen

Bundestagsabgeordneten Günter Lach, dem ich an dieser Stelle noch einmal

alles Gute in Berlin wünschen möchte, bei uns begrüßen zu können. In

seiner Eigenschaft als Bürgermeister und Ortsbürgermeister wird er ein

Grußwort für die Wolfsburger und die Vorsfelder Politik zu uns sprechen.

Herzlich willkommen.

Heutiger Festredner ist Kai Schröder vom Behindertensportverband aus

Hannover. Als wir begannen, die Veranstaltung zu organisieren, wollten wir

möglichst alle Fassetten unseres Sportangebots im Verlaufe der

Veranstaltung anschneiden. Für den Redebeitrag suchten wir jemanden, der

2 Kriterien gleichzeitig erfüllen sollte: Er sollte jemand sein, der über eine

gewisse Außensicht verfügt, uns aber auch kennt. Und da fiel uns Kai ein.

Als ehemaliger Vorsfelder, der heute in Hannover beim Behindertensportverband

arbeitet, wo wir durch den Reha-Sport organisiert sind, war

er für uns die Idealbesetzung. Wir freuen uns, dass er heute zu uns gekommen

ist.

Der Sportausschuss ist heute mit seiner gesamten Spitze vertreten. Uschi

Sandvoß als Vorsitzende, Thorsten Werner als Stellvertreter, Dieter Kuhfeld

als Chef der Sportverwaltung und Rainer Thiede als Vorsitzender des Stadtsportbundes

sind gekommen. Über die ganze Zeit haben wir im

Sportausschuss einen Partner gehabt, der uns hilfreich zur Seite stand.

Neben den Zuschüssen für die Erstinvestitionen ist m.E. besonders positiv

herauszustellen, dass das kontinuierliche Ersatzgeräteprogramm, das wir

seit einigen Jahren praktizieren, von Ihnen unterstützt wird. Schön, dass Sie

da sind und danke dafür.

Die Ortsratsfraktionen werden heute durch Angelika Güterbock, Willi Dörr

und Horst Gülde repräsentiert. Bei den Ortsratskollegen finde ich 2 Aspekte

besonders erwähnenswert. Stets einstimmige Entscheidungen, wenn es um

Belange des MTV geht, und profunde Kenntnisse durch aktiven Sport

machen Sie zu einem verlässlichen Partner, dem wir viel verdanken und zu

dem wir größtes Vertrauen haben. Herzlich willkommen.

VW spielt in Wolfsburg immer eine große Rolle, so auch bei uns. Sei es das

Sponsoring für den Eberlauf und die Handballer, die Unterstützung durch

Leihbullis oder als Dienstleistungsnehmer für Firmenfitnessprojekte. Wir sind

dankbar für die langjährige gute Zusammenarbeit und freuen uns, dass Axel

Diedrich zu uns gekommen ist. Danke für Ihre Teilnahme.

Meine Damen, meine Herren,

nachdem zu Beginn meiner Ansprache die politisch Verantwortlichen im

Vordergrund standen, möchte ich nun auf unsere externen und internen

Partner eingehen und ihre Rolle bei diesem Projekt würdigen.

Da sind zunächst die Banken, die heute hier von Herrn Grote,

Braunschweigische Landessparkasse, und Herrn Keil, Vorstand der

Volksbank BraWo, vertreten sind. Damals noch als NordLB und Volksbank

Vorsfelde hatten mir bei den Gesprächen bei Ihnen nicht viel mehr als eine

gute Idee und durch die damals schon aktive Uschi Sandvoß gesunde

Finanzen vorzuweisen. Über die Jahre verteilt ging es letztendlich um

mehrere Kredite in einem Gesamtvolumen von knapp 1 Mio-€. Sie haben

Hartmut Arnold und mir, später kam Rainer Leder hinzu, stets großes

Vertrauen entgegen gebracht. Dafür möchte ich mich heute ganz besonders

bei Ihnen bedanken.

Ein weiterer wichtiger Partnerkreis sind die Krankenkassen. Sie werden

heute von H.Degenhardt von der Deutschen BKK, und H.Stapel von der

AOK, unseren größten Partnern, repräsentiert. 120 Tsd-€, rund 10% unseres

Jahresumsatzes, verrechnen wir mit Ihren für Ihre Mitglieder. Es handelt sich

hauptsächlich um diverse Reha-Maßnahmen, die größtenteils hier im Hause

stattfinden. Besonders in diesem Bereich, der sich einem stetigen Wandel

unterworfen ist, besteht kontinuierlicher Reorganisationsbedarf. Das hat

meines Erachtens immer gut geklappt. Danke auch Ihnen für die letzten 10

Jahre.

Eldrit Sode von Sport 2000 sowie die Helmut Goertz, Bernd Zilligen, Frank

Heiser, Hansi Mothsche und Gerd Ehlers vertreten heute ihre gleichnamigen

Firmen; alles Firmen aus der Region, die Partnerfirmen von uns geworden

sind. Die Strategie, Partner aus der Nähe für uns zu gewinnen, hat sich

unbedingt bewährt. Sie alle - und noch viele weitere - waren und sind

verlässliche Partner, mit denen wir auch in Zukunft weiter zusammenarbeiten

wollen.

Als Vorsfelder Verein sind wir, wie praktisch alle Vereine, im Verkehrsverein

organisiert. Durch unsere Entwicklung zu einem Mix aus klassischem Verein

und modernem Dienstleistungsunternehmen haben sich unsere Bedürfnisse

zwar geändert, doch wir fühlen uns weiterhin – auch nach dem Wegfall der

Stadtlaufkooperation - gut bei Ihnen aufgehoben, Herr Wagener. So bieten

Sie uns beispielsweise alle 2 Jahre mit der Drömlingmesse eine

hervorragende Möglichkeit, unser Leistungsspektrum einem großen

Publikum vorzustellen. Ich hoffe, dass die gute Zusammenarbeit auch in den

kommenden Jahren ihre Fortsetzung findet.

Meine Damen, meine Herren,

bisher habe ich nur über die externen Gäste gesprochen. Was natürlich nicht

vergessen werden darf, sind die vielen MTVer in ihren unterschiedlichen

Positionen, die zum Gelingen des Centerprojekts beigetragen haben. Es

gäbe auch hier viel zu berichten, aber würde den heutigen Rahmen

sprengen. Somit beschränke ich mich auf einige wesentliche Punkte.

Da ist zunächst die Gruppe aus Ehrenmitgliedern, den damals im Vorstand

Verantwortlichen und Vereinsrat mit Bernd-Rüdiger Obst und Regine

Rachow an der Spitze. Alles langjährige Mitglieder und Entscheidungsträger,

die großen Mut bewiesen haben. Als unter Hartmut Arnold die Ideen von

Manfred Borgwardt und Lutz Hilsberg reiften, haben sie Vertrauen geschenkt

und den Vorstand seine Ideen entwickeln lassen. Was dann nachher aus

dem Vertrauensvorschuss geworden ist, können wir ja heute alle sehen.

Da ist als nächstes die Gruppe der Hauptamtlichen zu nennen. Der

schwierige Schritt in die Hauptamtlichkeit war – gut für das Projekt – bereits

in den 80er Jahren vollzogen worden. Elke, Karen, Sabine und Lutz sind

Sportlehrer, die bereits da waren. In erster Linie der Einstieg in den Reha-

Sport war hier finanzielle Grundlage. Vor 10 Jahren kamen Gerald und

Angelika, die leider nicht mehr bei uns arbeitet, hinzu. Beides wichtige

Mitarbeiter, die das Know How kommerzieller Studios mitbrachten und uns

den Start sehr erleichterten; der Dienstleistungsgedanke hielt Einzug. Im

Laufe der Jahre kamen Daniela Kluge und Daniela Herholz, Christine, Petra,

Claudia sowie Fiona, unsere Auszubildende, hinzu. Ihr wart in der ganzen

Zeit und seid es immer noch ein ganz wichtiges Aushängeschild für den

Verein. Danke für eure jahrelange großartige Leistung.

Zuletzt möchte ich – eigentlich zu kurz - die Spartenleiter und meine

Vorstandskollegen ansprechen. Wir sind diejenigen, die das MTV-Center für

ihre Sitzungen nutzen. Wir sind diejenigen, die die Geschicke des Vereins

insgesamt leiten. Wir haben mit unseren Veranstaltungen das MTV-Center

zum Mittelpunkt unseres Vereins werden lassen. Dazu möchte ich mich an

dieser Stelle auch noch einmal ganz besonders bei euch für die letzten 10

sehr erfolgreichen Jahre bedanken.

Meine Damen, meine Herren,

wir kommen langsam zum Ende des offiziellen Teils, aber ich möchte die

Gelegenheit nutzen, noch ein weiteres Thema anzuschneiden. In knapp 3

Jahren wird der MTV 150 Jahre alt. Einige Vorbereitungen laufen bereits. So

schreibt Dietrich Köther, der heute auch mit dabei ist, seit einiger Zeit eine

Vereinschronik.

Aber ich möchte auf einen anderen Aspekt eingehen. Innerhalb unserer

lang-jährigen Vereinsgeschichte hat es eine nämlich eine Vielzahl von

Meilensteinen gegeben. Aus meiner Sicht der wichtigste dabei war der

Entschluss zur Verwirklichung dieses MTV-Center-Projekts.

- 2.000 Mitglieder zusätzlich in 10 Jahren

- Anstieg des Vereinsvermögens auf 850 Tsd-€

- Erarbeitung einer Eigenkapitalquote von 67%

- Geplanter Restschuldenabbau in den nächsten 5 Jahren

sind Kennzahlen, die uns stolz und mutig machen.

Dieser Erfolg der Vergangenheit darf aber nicht darüber hinwegtäuschen,

dass wir uns eine erfolgreiche Zukunft immer wieder erarbeiten müssen.

Größere Verän-derungen in der Gesellschaft müssen von uns erkannt und in

unsere Vereinsarbeit integriert werden. Unser nächstes Großprojekt MTVaction,

mit dem wir Antworten finden wollen auf den sich ändernden

Sportbedarf von Ganztagsschülern, steht kurz vor der

Realisierungsentscheidung. Wir sind felsenfest von der Richtigkeit des

Weges, den wir hier als Neuland in Schul- und Vereinssport einschlagen

wollen, überzeugt. Und mit dem erfolgreichen Centerprojekt haben wir

gezeigt, dass wir es auch können. Ich möchte die Gelegenheit nicht

ungenutzt verstreichen lassen, um auch hier wieder um Ihre Unterstützung

zu werben. Künftige Schülergenerationen würden es Ihnen danken.

Abschließend möchte nun Sie nun zu freundlichen Gesprächen bei einem

kleinen Imbiss einladen.

Werner Reimer

Vorsitzender

02.10.09

 

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W. Reimer, Vorsitzender (rechts), im Gespräch mit M. Borgwardt, Ehrenvorstandsmitglied und Mitinitiator des
MTV- Centers
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W. Reimer, Vorsitzender, bei seiner Ansprache
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Günter Lach, Bürgermeister der Stadt Wolfsburg, Ortsbürgermeister Vorsfelde und Bundestagsabgeordneter bei seinem Grußwort
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Vertreter von Politik, Sport und VW, von links nach rechts:
Dieter Kuhfeld, Verwaltung Sport, Rainer Thiede, Vorsitzender SSB, Thorsten Werner,
Stellv. Sportausschussvorsitzender, U. Sandvoß, Sportausschussvorsitzende und stellv. Vorsitzende,
A. Güterbock, Ortsrat, W. Reimer, Vorsitzender, mit Gattin B. Reimer, Ina Schinzel, stellv. Vorsitzende,
Horst Gülde, Ortsrat, A. Diedrich, VW Kommunikation
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Grußwort von R. Thiede, SSB
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Ballett-Einlage
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Gastredner Kai Schröder, Referent für Breiten- und Rehabilitationssport im BSN
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Aerobic-Einlage
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Ausklang der Feierstunde mit einem kleinen Imbiss
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Ausklang bei kleineren Gesprächen über die letzten 10 Jahre des MTV Vorsfelde
Dazu ein Artikel in der WAZ:
MTV feiert Geburtstag
«Vorsfelde»« (bis). Das vereinseigene Fitness-Center des MTV Vorsfelde wird zehn Jahre alt. Aus diesem Anlass lud der Vorstand zu einer Feierstunde in die MTV-Heimat ein – und stellte sein nächstes Projekt vor. »„Mit dem Bau des MTV-Centers haben Pioniere Mut bewiesen“, lobte Stadtsportbund-Chef Reiner Thiede den damaligen Vorstand. Der MTV habe Entwicklungen vorhergesehen und sei der „Vorzeigeverein der Region“ geworden. Auch Bürgermeister Günter Lach zollte dem MTV Respekt: „Ich habe damals schon überlegt, ob der Bau des Centers der richtige Weg ist“, gab er zu. Mittlerweile sei er überzeugt. „Der MTV zählt mit fast 5000 Mitgliedern zu den größten Vereinen der Region.“ Wie vorausschauend der MTV war, machte Kai Schröder vom Behindertensportverband deutlich: Er ließ die Geschichte vom Versehrtensport nach dem Weltkrieg bis zum heutigen Reha- und Gesundheitssport Revue passieren. MTV-Chef Werner Reimer betonte: „Ohne Partner wäre all das gar nicht möglich gewesen.“ Banken, Krankenkassen, Stadt, Ortsrat – überall sei der Verein auf offene Ohren gestoßen. Jetzt bereitet der MTV die 150-Jahr-Feier in 2012 vor.
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05.10.2009 / WAZ Seite 19 Ressort: WLOK