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Eltern für Sondergenehmigung

Vorsfelde Die Kapazitätsprobleme am Schulzentrum waren gestern Thema im Ortsrat.

 

Von Barbara Benstem

 

Ein besonderes Ausrufungszeichen setzten gestern Abend Elternvertreter im Ortsrat für das Phoenix-Gymnasium: Sprecherin Kristiane Albertin appellierte in der Einwohnerfragestunde an den Ortsrat, sich für eine Sondergenehmigung in Sachen Fünfzügigkeit am Gymnasium einzusetzen. "Der Andrang ist so groß, dass 20 Schüler abgewiesen werden mussten", erklärte sie. Alle Prognosen würden auf Expansion hindeuten, unter anderem sei dieses Gymnasium auch das einzige in weitem Umkreis, dass Russisch-Unterricht anbiete. Das nächste stehe in Hankensbüttel im Landkreis Gifhorn zur Verfügung.

Auch im späteren Sitzungsverlauf ging es noch einmal ausführlich um das Schulzentrum Vorsfelde. Hintergrund war zum einen der Appell von Gymnasiumleiter Wolfgang Preuk an die Stadt, in etlichen Punkten für eine Verbesserung zu sorgen. Zum anderen sei, dies unterstrich Werner Reimer (CDU), die Bitte des Ortsrates vorangegangen, zum aktuellen Sachstand Stellung zu beziehen. Ohnehin, dies betonte Ortsbürgermeister Günter Lach, läge das Schulzentrum dem Ortsrat von jeher am Herzen. Allerdings habe der Schulleiter seinen Brief zunächst an den Oberbürgermeister geschickt. Der sei dann zunächst mit seiner Stellungnahme gefordert.

Und so stellt sich stichpunktartig der aktuelle Sachstand fürs Schulzentrum dar: In Arbeit seien Vorhänge als Sonnenschutz, eine verbesserte Lüftung in der Aula, Sitzgelegenheiten für die Flure. Das W-Lan-Netz funktioniere wieder, das Schulbudget sei nicht gekürzt, es habe, so die Verwaltung, ein interner Rechenfehler zugrunde gelegen. Gute Nachricht gab es für die Schüler des Darstellenden Spieles, sie können fortan die Yoga-Halle des MTV nutzen, zur Verfügung werden auch Räume im früheren Standort des Wasserverbandes stehen. Die Mensa sei im Planungsprozess, der Hartplatz als Parkfläche werde voraussichtlich 2016 fertig, der erste Bauabschnitt für die Dachsanierung werde dieses Jahr gestartet.

Verärgert zeigte sich der Ortsrat - zumindest in großen Teilen - mit Blick aufs Haushaltsverfahren. Nicht ein einziger Antrag der Politik aus dem größten Ortsteil Wolfsburgs fände im Haushalt seinen Niederschlag, schimpfte Ortsbürgermeister Günter Lach (CDU), Kritik, der sich Willi Dörr (SPD) anschloss. Das gesamte neue Verfahren sei ohnehin viel zu lang, erklärte Werner Reimer. Dies könne man sich beispielsweise 2016, im Jahr der Kommunalwahlen, zeitlich nicht leisten.

Zu den Beschlüssen, die der Ortsrat gestern fasste, gehörte der über den Bau von Asylbewerberheimen und der zur Namensgebung Altstadtschule/Moorkämpeschule. Zu ersterem Punkt freute sich Ortsbürgermeister Lach, eine große Welle der Hilfsbereitschaft unter den Vorsfeldern feststellen zu können. Sobald die Verwaltung wisse, woher und mit welchem jeweiligen Hintergrund die Asylbewerber kämen, bitte man um Mitteilung. Dann könne man sich noch besser vorbereiten und auf die Menschen einstellen.

"Der Andrang ist so groß, dass 20 Schüler abgewiesen werden mussten."

Kristiane Albertin, Elternsprecherin, im Plädoyer für einen fünften Zug am Phoenix-Gymnasium.

Die Schüler des Faches "Darstellendes Spiel" probten bisher auch auf den Fluren. Sie können fortan auch den Yoga-Raum des benachbarten MTV-Vorsfelde nutzen. Foto (Archiv): Nehlsen