Ganztagskoordinator Fabian Vandrey verlässt die Vorsfelder Grundschule am Drömling. Anja Weber regios24

Von Katharina Keller


Vorsfelde Eine Zusammenarbeit mit der Autostadt, ein riesiger Laternenumzug, Yoga für Kinder – und vieles mehr. Fabian Vandrey hat so einiges auf die Beine gestellt in seiner Zeit als Ganztagsschulkoordinator an der Vorsfelder Grundschule am Drömling. Er hat die Zusammenlegung der beiden ganz unterschiedlichen Grundschulen Altstadt und Moorkämpe mit all ihren Herausforderungen miterlebt. Sein Team ist von 3 auf 18 Mitarbeiter gewachsen.

Nun, nach etwas mehr als sieben Jahren, geht er und wechselt Anfang Mai in den öffentlichen Dienst zur Stadt Wolfsburg. Seinem bisherigen Arbeitgeber, dem MTV Vorsfelde, bleibt der dreifache Familienvater erhalten: Er möchte ehrenamtlich weiterarbeiten und bei Fragen auch künftig zur Verfügung stehen.

Etliche Weiterbildungen hat der 41-Jährige in den vergangenen Jahren gemacht. Bei seinem neuen Arbeitgeber bleibt die Schule weiter das große Thema, dort ist die Lernförderung nämlich sein Schwerpunkt. „Hier lassen sich viele Ideen von vielen zusammenbringen“, erklärt Vandrey, der seit Beginn der Pandemie miterlebt hat, wie viel für die Kinder weggebrochen ist. Der Schultag, der klassische Ausgleich am Nachmittag. Die Last durch fehlende Sozialkontakte und Bewegungsmangel ist groß. Corona setzte den Mädchen und Jungen stark zu – und Vandrey ebenfalls. Für ihn und sein Team war im vergangenen Jahr nur die Notbetreuung angesagt – statt der sonst üblichen Sportangebote.

„Ich möchte, dass alle Kinder einen Schulabschluss machen können und einen Beruf erlernen“, betont der Fachwirt für Kita- und Hortmanagement, der im Zuge seiner neuen Tätigkeit etwas bewegen möchte.

Ein Nachfolger war indes schnell gefunden. Zur großen Erleichterung Vandreys: „Der MTV Vorsfelde ist froh, dass wir die gute und qualitativ hochwertige Betreuung an der Ganztagsgrundschule am Drömling fortsetzen können und niemanden neu mit den Aufgaben der Koordination beauftragen müssen“, erklärt er. Denn mit Marc Erdmann folgt jemand, der bereits im Team mitarbeitet – und die Wunschlösung war.

Ende dieser Woche steht nun der Abschied bevor. „Angesichts der Pandemie kann ich mich leider nicht von allen 300 Kindern, Eltern, Lehrern und Kooperationspartnern verabschieden. Ich danke allen für das positive Feedback, aber auch für die Kritik, denn durch diese hat man auch den Ansporn, sich zu hinterfragen und Veränderungsprozesse zu starten.“ Ein besonderes Dankeschön richtet er auch an Schulleiter Tim Brückner, mit dem er Tag für Tag zu tun hatte. „Und zu CoronaZeiten auch mal abends zur Absprache der Notbetreuung.“

Wolfsburger Nachrichten 29.04.2021, Seite 21
Alle Rechte vorbehalten.