Till Barthel bestand die Feuertaufe als Teuner-Ersatz. SPriebe rs24

Faustball-Zweitligist fehlt der Schlagmann.

Vorsfelde Nach dem starken Auftakt mit zwei 3:0-Siegen mussten die Faustballer des MTV Vorsfelde zwar ihre erste Niederlage in der Zweitliga-Feldsaison hinnehmen. Weil das Team von Frank Kuwert-Behrenz allerdings ohne einen seiner Besten antreten musste, war der MTV-Coach nach dem knappen 3:2 gegen Gastgeber Ohligser TV sowie dem 0:3 gegen Topteam SV Moslesfehn alles andere als unzufrieden.

Denn es hatte sich angedeutet, dass Schlagmann Martin Teuner dem Team in dieser Saison aus privaten Gründen mal fehlen könnte. Am zweiten von nur vier Spieltagen war es nun soweit. „Martin ist kaum zu ersetzen“, sagt Vorsfeldes Trainer. „Zumal die Position des Schlagmanns eine sehr entscheidende ist.“ Kuwert-Behrenz hatte Till Barthel bereits in der Saisonvorbereitung auf diese Rolle eingestellt.

In Ohligs wartete nun „eine echte Feuertaufe“, so der Trainer, auf Barthel und das Team. Gegen den TV entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Eberstädter zweimal einem Satzrückstand hinterherliefen. „Es wogte hin und her. Ohne Martin dürfte Ohligs Morgenluft gewittert haben“, meint der MTV-Trainer. 5:11, 11:8, 8:11, 11:7 hieß es nach vier Durchgängen – der Entscheidungssatz musste her. In diesem blieb Vorsfelde cool, holte sich die Punkte mit einem 11:6.

Was dem Trainer wichtig war: „Es ging ohne Martin auch um die Moral der Mannschaft. Und die Spieler haben es super gemacht. Jeder hat sich reingehängt.“ Moslesfehn, für das es im Anschluss das erste Spiel des Tages war, konnten die Vorsfelder dann durchaus überraschen. Doch sie ließen beim 11:13 zwei Satzbälle aus. Danach wurde es deutlicher: Mit 4:11 und 5:11 zog der MTV den Kürzeren gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter. „Aber auch diese Sätze waren hart umkämpft“, so Kuwert-Behrenz.

Punktgleich mit dem Zweiten Wangersen ist der MTV zur Halbzeit der wegen der Corona-Pandemie nur als Einfachrunde ausgetragenen Saison Dritter. Die Top 2 der Tabelle nehmen an der Aufstiegsrunde teil. „Wir haben noch alles selbst in der Hand“, weiß der Coach, dessen Team in den direkten Duellen mit den Konkurrenten Wangersen und Armstorf nun Heimrecht genießt. Die kommenden beiden Spieltage am 24. Juli (15 Uhr) und am 7. August (15 Uhr) trägt der MTV im heimischen Eichholz aus.


Wolfsburger Nachrichten 07.07.2021, Seite. 29