Kuwert-Behrenz zieht gemischte Bilanz.

Martin Teuner und die MTV-Faustballer sind Vierter. Weber RS24

Von Daniel Hotop

Vorsfelde Fast hätte es noch für Platz 3 gereicht, doch durch eine Niederlage im letzten Saisonspiel im Eichholz gegen den SV Armstorf beendeten die Faustballer des MTV Vorsfelde die Zweitliga-Saison doch nur auf Platz 4. Das ist nicht schlecht, aber es wäre bei optimalem Verlauf durchaus mehr drin gewesen in einer Spielzeit, die für die Eberstädter unter dem Motto „Generationenwechsel“ stand.

Denn die Akteure, die den MTV auch schon mal zu einigen Erstliga-Spielzeiten verholfen hatten und im Kern seit Jugendtagen zusammen spielen, sind inzwischen nicht mehr immer dabei. Christoph Kuwert-Behrenz, Florian Franke, Johannes Pertschy oder Martin Teuner – bei allen rücken andere Themen wie Beruf oder Familie in den Mittelpunkt.

Schon jetzt war es so, dass sie nur sporadisch zum Einsatz kamen. „Die Youngster haben sich etabliert“, so Frank Kuwert-Behrenz. Der MTV-Coach bescheinigt auch seinen zwei Sommerzugängen Marek Zoll (SV Erichshagen) und Allrounder Tim Schmidt (TSV Calw) ordentliche Leistungen, wobei Schmidt lange Zeit mit einer Kapselverletzung in der Schlaghand zu kämpfen hatte. Weiterhin schwer zu ersetzen ist bei den Vorsfeldern Hauptangreifer Teuner mit seiner Klasse.

Am letzten Spieltag machte sich das allerdings nicht bemerkbar. Im Auftaktspiel gegen den TuS Spenge hatte der MTV, bei dem Till Barthel und Teuner sich die Aufgaben teilten, keine Mühe. Der MTV siegte ungefährdet in drei Sätzen mit 11:9, 11:7 und 11:6.

Gegen die Armstorfer ging es noch um Platz 3, und Vorsfelde erwischte einen Topstart, holte sich nach tollen Ballwechseln und hochklassigem Faustball nach 11:9 und 11:8 eine 2:0-Satzführung. Im Anschluss blieben die Gastgeber dann aber komplett unter ihren Möglichkeiten, gaben die folgenden Sätze mit 3:11, 3:11 und 6:11 doch noch deutlich aus der Hand.

Der MTV-Coach haderte mit Platz 4, weil mehr drin gewesen wäre. Kuwert-Behrenz meinte aber auch mit Blick auf den Generationenwechsel im Team: „Menschlich passt es sehr gut.“ Nach dem Saisonende fahren die Eberstädter das Trainingspensum zunächst einmal etwas herunter. Anfang Oktober geht es in die Halle, rund einen Monat später steht hier der Auftakt der Wintersaison an.

Ob noch jemand neu dazukommt, will der Trainer zumindest nicht ausschließen. Dass es Abgänge geben wird, ist nicht zu erwarten. Möglich aber, dass im Generationenwechsel der nächste Schritt vollzogen wird.

Wolfsburger Nachrichten, Seite 26, 10.08.2021