Handball-Oberliga: Haarscharf mit 29:30 verloren

Unglücklich: Heimann und der MTV haben verloren.
Foto von B. Schulze

Hameln. Erst sah es gar nicht gut aus, dann schnupperte der MTV Vorsfelde an einem Punkt beim Auftakt der Handball-Oberliga-Saison – und unterlag dann doch mit 29:30 (13:17) beim VfL Hameln. Am Ende wurde es unübersichtlich, Vorsfelde legte gegen den Spielausgang Protest ein. MTV-Coach Daniel Heimann: „Wir hatten drei Sekunden vor Schluss einen Neunmeter, haben ihn verwandelt. Doch das Tor zählte nicht, angeblich war die Zeit schon um.“ Aber nicht auf der Hallenuhr, meinten die Gäste. Die Schiedsrichter werteten dennoch 30:29, der MTV will das nicht akzeptieren.

Vorsfelde war beim Auswärtsauftakt schwer in die Gänge gekommen, Hameln zog über 4:0 und 8:3 auf 16:10 weg. Doch dann berappelte sich das Team von Heimann. Bei 18:22 stand zwar noch immer ein Vier-Tore-Rückstand, doch beim Stand von 22:23 war der Anschluss da, kurz danach glichen die Vorsfelder zweimal aus.

Der Trainer froh: „Wir hatten uns zur Pause vorgenommen, uns Stück für Stück heranzuarbeiten. Das hat mit einer 5:1-Deckung dann gut geklappt. Jedoch habe man sich vorher lange schwer getan, habe „in der Abwehr schlecht zugefasst, eine hohe Fehlerquote gehabt“, während Hameln mit Heim-Euphorie vorgelegt habe. Die Reaktion später sei gut gewesen, der Ausgleich war nah, als Hannes Bransche gut eine Minute vor Schluss auf 29:30 verkürzt hatte und die Vorsfelder noch einen Angriff abgewehrt hatten. Es kam noch die letzte Chance, ein Tor, aber es zählte eben nicht… Heimann: „Bitter, mit einer Niederlage in die Saison zu starten, wir hätten den Punkt verdient gehabt.“

MTV: Krüger, Weber – Schwarz (3), Aselmann, J. Thiele, M. Thiele (1), Bransche (5), Mbanefo (3), Sievert, Frädermann (2), Schilling, Donker, Hoffmann (6), Nowak (9). rau

Wolfsburger Allgemeine, Seite 35, 20.09.21