Daniel Heimann

Bad Nenndorf. Ganz böse Überraschung für Handball-Oberligist MTV Vorsfelde: Der Tabellendritte kassierte bei Schlusslicht HSG Schaumburg Nord eine 26:34-(13:17)-Klatsche, rutschte nach der zweiten Niederlage in Folge auf Rang fünf ab. „Das war ein gebrauchter Tag, die HSG hat uns förmlich an die Wand gespielt“, so MTV-Coach Daniel Heimann.

Schaumburg ging mit neuem Schwung in die Partie, nachdem vor zwei Wochen Saulius Tonkunus als Interimscoach übernommen hatte. Die HSG spielte frei auf. „Wie aus einem Guss“, so Heimann. Bei Vorsfelde hingegen lief schon die Vorbereitung nach dem 33:34 gegen Großenheidorn nicht rund, einige Akteure fehlten aus gesundheitlichen Gründen beim Training.

In Bad Nenndorf lief dann beim MTV im Angriff nicht viel zusammen. Vorsfelde leistete sich vierzehn technische Fehler, zudem wurde der gegnerische Keeper warmgeworfen. „Wir haben uns zu viele Abspielfehler erlaubt, zum Teil direkt dem Gegner den Ball in die Hand gespielt“, ärgerte sich Heimann. Schaumburg befubelte so zwölf Treffer aus Tempogegenstößen.

Mit vier Toren Rückstand ging es in die Pause, nach Wiederanpfiff brachte Lars Hoffmann Vorsfelde per Siebenmeter in der 42. Minute ein letztes Mal auf zwei Tore heran – 19:21. Dann wurde der Rückstand immer größer.

„Die Abwehr war gut im Positionsspiel, aber das reicht nicht aus, wenn es im Angriff nicht funktioniert“, erklärte Heimann. 26 eigene Treffer bedeuteten Saison-Minusrekord.

Weiter geht’s am 27. November (18.30 Uhr) gegen den TV Jahn Duderstadt zu Gast. „Der Druck wird steigen“, so Heimann.

MTV: Weber, Krüger – Aselmann, Bransche (2), Frädermann (3), Hoffmann (10), Mbanefo, Nowak (7), Schilling, Schwarz (1), Sievert (2), Sperling (1), M. Thiele, J. Thiele. gef

Wolfsburger Allgemeine, Online, Seite 32, 15.11.2021, Kerstin Geffers