Die Niederlage bei Schaumburg-Nord beschäftigt die Oberliga-Handballer aus Vorsfelde nachhaltig. Jetzt geht’s im Eichholz gegen Duderstadt.

Marius Schwarz und Vorsfelde wollen nach dem Dämpfer bei Schaumburg-Nord einen Heimsieg gegen Duderstadt einfahren.                                              <b>S. Priebe</b>                                              regios24
Marius Schwarz und Vorsfelde wollen nach dem Dämpfer bei Schaumburg-Nord einen Heimsieg gegen Duderstadt einfahren. S. Priebe regios24

Von Daniel Hotop

Wolfsburg Abgehakt, aber nicht vergessen haben die Handballer des MTV Vorsfelde die Niederlage bei Schaumburg-Nord vor knapp zwei Wochen. Gegen den TV Jahn Duderstadt wollen die „Razorbacks“ zurück in die Spur und damit in die Oberliga-Spitzengruppe finden.

Als Schlusslicht, das nur eines seiner sieben Spiele hatte gewinnen können, war Schaumburg-Nord in die Begegnung mit Vorsfelde gegangen. Auch wenn die Oberliga-Verantwortlichen nicht müde wurden zu betonen, dass die Staffel enorm ausgeglichen ist, war die Rollenverteilung vor dem Duell HSG gegen MTV klar. Die Eberstädter traten als Favorit in Bad Nenndorf an. Das machte das deutliche 26:34 noch schmerzhafter. Vorsfeldes Kapitän Marius Thiele spricht von einem „Schuss vor den Bug“.

Zehn Tage betrieben die Vorsfelder nun Ursachenforschung. Das Ergebnis: Eine Reihe von Faktoren ermöglichte den deutlichen HSG-Heimerfolg, als den entscheidenden nennt Thiele den entschlossenen Auftritt der Gastgeber. Schaumburg-Nord ging mit neuem Trainer in die Begegnung, wollte unbedingt den ersten Schritt raus aus dem Tabellenkeller machen. „Die HSG hat sich mit aller Macht gegen den Abwärtstrend gestemmt“, erklärt Thiele. Das spürten die Vorsfelder vor allem im Angriffsspiel. Die Gäste wirkten unvorbereitet. „Wir haben uns mental offenbar nicht auf so viel Gegenwehr eingestellt“, sagt Thiele.

Was herauskam, war ein Duell des leidenschaftlich kämpfenden Abstiegskandidaten gegen ein fahrig und unkonzentriert auftretendes Topteam. Thiele sagt: „Es hat an allem gefehlt.“ Der Kapitän wird noch deutlicher: „Das war eines der schlechteren Spiele der vergangenen Jahre.“

Gleichzeitig betont Thiele, dass solche Auftritte dazugehörten und einkalkuliert seien. „Wir sind ein Team im Aufbau, haben viele junge Spieler im Kader. Uns fehlt noch die Konstanz. Dass es ab und an überraschende Niederlagen setzt, ist normal.“ Entscheidend sei nun, wie die Mannschaft mit dem Rückschlag umgehe.

Zwei Niederlagen in Folge hat der MTV hinnehmen müssen, erst Großenheidorn, dann Schaumburg-Nord. „Weitere Punktverluste wollen und dürfen wir uns gerade zu Hause nicht leisten“, betont Thiele. „Die Punkte gegen Duderstadt brauchen wir dringend.“ Doch auch die müsse man sich verdienen, merkt der MTV-Mannschaftsführer an. „Selbstläufer gibt es in der Oberliga keine.“

Der TV Jahn hat nach einem holprigen Start und vier sieglosen Partien jüngst überzeugen können. Gegen Barsinghausen, Hameln und Lehrte gewann Duderstadt, gegen Spitzenteam Söhre hielt es immerhin mit (31:36). „Der TV Jahn hat sich gefunden, die Ergebnisse zuletzt waren sehr solide“, erklärt Thiele. „Die haben was vor, wollen sicher auch in die Spitzengruppe vordringen.“

MTV Vorsfelde – TVJ Duderstadt , Sa., 18.30 Uhr, Sporthalle im Eichholz.

Wolfsburger Nachrichten, Seite 34, 25.11.2021