Wahl findet zum zweiten Mal online statt – 1023 Stimmen abgegeben – Zumindest ein Ergebnis überrascht

Beim Online-Voting vorn: Triathlet Mika Noodt, die Tanzgruppe „Fearless“ und Judo-Ass Giovanna Scoccimarro.fotos: Aurelien Meunier/VfL Wolfsburg/ijf

Wolfsburg. Judo-Ass Giovanna Scoccimarro (MTV Vorsfelde), Triathlet Mika Noodt (VfL Wolfsburg) und die Tanzgruppe „Fearless“ (Jazz- und Modern-Dance/VfL Wolfsburg) – das sind Wolfsburgs Sportler und Sportlerinnen des Jahres 2021. Seit 1956 kürt die Stadt ihre Titelträger, zum zweiten Mal per Online-Voting, insgesamt wurden 1023 Stimmen abgegeben. Zumindest ein Ergebnis überrascht.

Oberbürgermeister Dennis Weilmann freut sich für die gewählten und platzierten Sportlerinnen und Sportler: „Sie haben alle großartige Leistungen im vergangenen Sportjahr erbracht und die Stadt Wolfsburg würdig bei nationalen und internationalen Wettkämpfen und Meisterschaften vertreten.“

Bei den Sportlerinnen setzte sich Scoccimarro mit 45 Prozent der Stimmen vor Naike Ulrich (AKBC Wolfsburg; Boxen/Kickboxen) mit 38 Prozent und Sportschützin Vanessa Seeger (USK Fallersleben/17 Prozent) durch. „Ihre Wahl ist eine Bestätigung ihrer sportlichen Erfolgsgeschichte, die 2021 mit der Bronzemedaille bei Olympia im deutschen Mixed-Team gekrönt wurde“, so der Bürgermeister und stellvertretende Sportausschuss-Vorsitzende Ingolf Viereck. Für das Judo-Ass des MTV Vorsfelde ist es zwar nicht die erste Auszeichnung (sie gewann 2015 und von 2017 bis 2019 in Folge), aber der erste Sieg bei einer Online-Wahl.

Dass der Titel bei den Männern an den VfL gehen würde war klar, am Ende siegte Noodt erstmals mit 43 Prozent der Stimmen – und damit erstmals auch ein Triathlet. Zur Wahl hatten auch Armwrestler Matthias Schlitte (31 Prozent) und Leichtathlet Niels Giese (26 Prozent) gestanden. „Noodts elfter Platz beim Ironman in den USA beeindruckt heute noch“, hob Viereck hervor.

Für die Überraschung beim Online-Voting sorgte wieder einmal die Wahl zur Mannschaft des Jahres. Bereits im Vorjahr hatten die Tischtennis-Spielerinnen des SSV Neuhaus unter anderem Frauen-Bundesligist VfL Wolfsburg hinter sich gelassen. Die Wölfinnen standen auch diesmal zur Wahl, doch weder der VfL (26 Prozent) noch das Eishockey-Team der Grizzlys Wolfsburg (27 Prozent) stand am Ende der Abstimmung ganz oben – sondern die Tanzgruppe „Fearless“, die mit 47 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis aller zur Wahl Stehenden einfuhr. Viereck: „Die Tanzgruppe Fearless gehört mit zu den Aushängeschildern unserer Sportstadt und konnte ihre Anhängerschaft beim diesjährigen Voting in ganz besonderer Weise mobilisieren. Auch wenn die Wahl durchaus als Überraschung angesehen werden kann, so bedeutet sie doch eine feste Verankerung dieses Teams in der Familie des Sports.“

Wolfsburger Allgemeine, 21.02.2022, Seite 29, von Jürgen Braun, Benno Seelhöfer und Maik Schulze