Durchgesetzt: Der MTV Vorsfelde (l.) gewann gegen den VfL Hameln. © Roland Hermstein

Das Hinspiel haben die Oberliga-Handballer des MTV Vorsfelde beim VfL Hameln noch unglücklich verloren, am Samstagabend gab’s aber die Wiedergutmachung. Das Team von Coach Daniel Heimann gewann mit 28:26, hat aber wohl den nächsten Verletzten zu beklagen.

Mit zwei Punkten in die Rückrunde gestartet: Handball-Oberligist MTV Vorsfelde gewann am Samstagabend mit 28:26 (12:12) gegen den VfL Hameln. Dem Team von Coach Daniel Heimann glückte so die Wiedergutmachung – denn das Hinspiel in Hameln Ende September verlor der MTV unglückliche und unverdient mit einem Tor.

Es war ein wie erwartet sehr körperbetontes Spiel, „es gab ordentlich auf die Mütze – aber das mag man auch“, sagte Heimann. Der MTV legte los wie die Feuerwehr und ging nach neun Minuten mit 6:2 in Führung – was nicht zuletzt am gut aufgelegten Keeper Nick Weber lag. “Bereits in der ersten Halbzeit hatte er mit seinen Paraden der Abwehr einen sicheren Rückhalt gegeben“, lobte Heimann. Im gesamten Spiel konnte der Keeper vier Siebenmeter parieren.

Seiner Verantwortung voll gerecht wurde der 21-jährige Rückraumspieler Michel Sperling, der für den verletzten Jakob Nowak Regie führte. „Das hat er super umgesetzt, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr“, sagte Heimann. Leider wurden seine Aktionen nicht immer belohnt, da die Unparteiischen die Fouls an ihm hin und wieder nicht ahndeten. Das machte sich auch bei den Strafwürfen bemerkbar: Hameln bekam neun zugesprochen und der MTV lediglich nur einen.

Zwar gelang den Gästen zur Halbzeitpause noch der Ausgleich, in Hälfte zwei machte der MTV aber dort weiter, wo er begonnen hatte, führte nach 36 Minuten mit 17:13, der Sieg war nie in Gefahr. Dazu trug auch der reaktivierte Thorben Günther im Abwehrblock der Vorsfelder bei. Er hatte noch nicht einmal mit dem Team trainiert und rückte kurzfristig in dieser Woche in den Kader. „Ich fühlte mich ein wenig so wie Alfred Gislason“, schmunzelte Heimann mit Blick auf den deutschen Coach bei der Handball-EM, der wegen Corona immer wieder neue Spieler reinwerfen muss. Heimann ergänzte stolz: „Nichts ist größer als die Mannschaft.“ Leider verletzte sich in der 50. Minute beim Torwurf Kreisläufer Paul Mbanefo am Knie und musste verletzt das Spielfeld verlassen.

Am Samstag geht es weiter bei der SG Börde Handball, die allerdings ihre letzten beiden Spiele abgesagt hatte. Heimann: „Mal schauen, ob wir spielen. Mit den Verletzungen haben wir nicht so viel Glück. Aber wir treten natürlich trotzdem an.“

MTV: Weber, Hoch – Bransche (2), Aselmann, Frädermann (1), Hoffmann (9), Mbanefo (3), Schilling, Schwarz (1), Sievert, Sperling (7), M. Thiele (5), Günther.

Wolfsburger Nachrichten, Sportbuzzer, 23.01.2022, Kerstin Geffers