Sieg und Niederlage am verletzten Spieltag: Till Barthel und Faustball-Zweitligist MTV Vorsfelde sind noch nicht hundertprozentig gerettet. © Gero Gerewitz

Top-Team besiegt, gegen das Schlusslicht verloren. Die Faustballer des MTV Vorsfelde sind in der 2. Bundesliga immer für Überraschungen gut. Unterm Strich bedeutet es, dass Vorsfelde im Kampf um den Klassenerhalt nicht sorgenfrei in den letzten Spieltag am Samstag im heimischen Eichholz geht.

Den direkten Abstieg haben die Faustballer des MTV Vorsfelde in der 2. Bundesliga verhindert, doch durch die Hintertür kann es die Eberstädter doch noch erwischen. Dabei besiegte das Team von Coach Frank Kuwert-Behrenz in Hamm zunächst den Tabellendritten Leichlinger TV II mit 3:0, um dann gegen das gastgebende Schlusslicht Hammer SC 08 wie schon in der Hinrunde mit 2:3 zu verlieren.

Wichtig: Vorsfelde kletterte auf Platz sechs, die finale Sicherung des Ligaverbleibs wurde aber auf den letzten Spieltag – und dort auf das letzte Spiel gegen den SV Düdenbüttel verschoben. Denn: Platz sieben könnte unter Umständen den Abstieg bedeuten. Vorteil MTV: Vorsfelde hat am Samstag (15 Uhr) Heimrecht in der Eichholz-Halle.

MTV Vorsfelde – Leichlinger TV II 3:0 (11:1; 14:12; 11:5).

Das Spiel wenig spektakulär, der Sieg dafür umso wichtiger. Vorsfeldes Gegner fand im ersten Satz schlichtweg nicht statt, dann wehrte sich Leichlingen nach Kräften, wurde aber vom MTV mit 14:12 niedergerungen. Damit war der Widerstand gebrochen und ein ungefährdetes 11:5 brachte zwei enorm wichtige Punkte. Die Eberstädter arbeiteten sich damit in der Tabelle auf Rang sechs vor. Der direkte Abstieg ist somit ausgeschlossen. Aber Achtung: „Die Platzierung muss unbedingt gehalten werden, denn ein ungünstiger Verlauf der Aufstiegsspiele zur 1. Liga könnte für den Siebten in Liga zwei ebenfalls noch den Abstieg bedeuten“, so Kuwert-Behrenz.

MTV Vorsfelde – Hammer SC 08 2:3 (10:12; 8:11; 11:6; 11:8; 6:11).

Mit einem furiosen 6:0 kam der MTV im ersten Satz perfekt aus den Startlöchern und schien nahtlos an den ersten Auftritt anzuknüpfen. „Dann drehte sich das Spiel aus unerfindlichen Gründen“, so der MTV-Trainer. Vorsfelde leistete sich ungenaue Zuspiele und individuelle Fehler. Der Gastgeber kämpfte sich heran, gewann den Satz ebenso wie den zweiten Durchgang. Vorsfelde bekam dabei den variablen Angriff des Schlusslichts nicht unter Kontrolle. Doch Hamm hatte zwei Sätze am Limit agiert und zollte dem jetzt Tribut. Die Aufschläge wurden etwas schwächer, der MTV fand zurück ins Spiel, glich nach Sätzen aus, um dann im entscheidenden Durchgang doch wieder in die Muster vorm Start der Partie zu verfallen. Das Schlusslicht brachte eine frühe Führung ins Ziel – und lässt Vorsfelde weiterhin um den Klassenerhalt zittern.

Wolfsburger Allgemeine, Sportbuzzer, 31.01.2022, Redaktion Sportbuzzer