Vorsfelde Mit einem Sieg und einer Niederlage im Gepäck haben sich die Zweitliga-Faustballer des MTV Vorsfelde auf den Heimweg aus Hamm gemacht. Der direkte Abstieg ist damit vom Tisch. Den frisch vom SV Düdenbüttel eroberten sechsten Rang sollten die Vorsfelder aber mit allen Mitteln verteidigen, denn sollten die Aufstiegsspiele zur 1. Liga ungünstig verlaufen, kann es auch den Siebten durch die „Hintertür“ noch erwischen. Die Entscheidung, auf welchem Tabellenplatz der MTV die Saison beendet, fällt am Samstag.

Nadiem Atiq (gr. Bild) und der MTV Vorsfelde gewannen in Hamm eine Partie, mussten aber auch eine ärgerliche Pleite hinnehmen. Auf das Team von Frank Kuwert-Behrenz (kl. Bild) wartet nun ein Showdown. <b>fotos: Helge Landmann</b>                                              regios24

Nadiem Atiq (li. Bild) und der MTV Vorsfelde gewannen in Hamm eine Partie, mussten aber auch eine ärgerliche Pleite hinnehmen. Auf das Team von Frank Kuwert-Behrenz (re. Bild) wartet nun ein Showdown. fotos: Helge Landmann regios24

Leichlinger TV II – MTV Vorsfelde 0:3 (1:11, 12:14, 5:11).

Dem Team von Trainer Frank Kuwert-Behrenz gelang gegen den bisherigen Tabellendritten ein furioser Start. Mit 11:1 ging der erste Satz an den MTV. „In Durchgang 1 fand der Gegner schlichtweg nicht statt, im zweiten Satz hat er sich aber gefangen und auch gewehrt“, berichtete Kuwert-Behrenz, dessen Team für die 2:0-Satzführung entsprechend kämpfen musste. Mit 14:12 holten sich die Vorsfelder nicht nur den zweiten Satz, sondern auch gleich die Vorentscheidung, denn: „Danach war der Leichlinger Widerstand gebrochen“, betonte Kuwert-Behrenz.

Seine Mannschaft ließ ein 11:8 folgen, der souveräne Sieg war unter Dach und Fach. „Die Satzergebnisse bilden den Verlauf des Spiels Eins-zu-Eins ab. Die zwei Punkte sind enorm wichtig“, sagte der Coach. Die Vorsfelder arbeiteten sich schließlich dadurch auf den sechsten Tabellenplatz vor.

MTV Vorsfelde – Hammer SC 08 2:3 (10:12, 8:11, 11:6, 11:8, 6:11).

Diesen Erfolg gegen den bis dahin Dritten zu vergolden, blieb Kuwert-Behrenz und Co. ausgerechnet gegen das Schlusslicht verwehrt. Dabei schien es zunächst so, als könnten die Gäste an den Sieg zuvor anknüpfen – schnell stand eine 6:0-Führung zu Buche. „Dann hat sich das Spiel aus unerfindlichen Gründen gedreht“, seufzte Kuwert-Behrenz, seine Schützlinge verloren den ersten Durchgang zu allem Überfluss noch mit 10:12.

„Wir haben den variablen Angriff des Gegners nicht unter Kontrolle bekommen und hatten dann auch im zweiten Satz das Nachsehen. Die Ursachen waren außerdem ungenaue Zuspiele und individuelle Fehler“, berichtete Vorsfeldes Coach. Die Gäste mussten ein 8:11 hinnehmen und standen nach zwei Durchgängen bereits mit dem Rücken zur Wand.

Entschieden war die zweite Partie des Spieltags damit aber noch lange nicht. „Hamm hatte zwei Sätze am Limit gespielt und zollte dem Tribut. Die Aufschläge wurden etwas schwächer. Das brachte uns zurück ins Spiel, wir haben unsere Chancen konsequent genutzt“, freute sich Kuwert-Behrenz über den nun besseren Auftritt seiner Jungs. Ein 11:6 brachte den MTV wieder heran, ein etwas umkämpfteres 11:8 sorgte gar für den Satzausgleich.

Einen frühen Rückstand glich Vorsfelde noch aus, hatte am Ende aber doch mit 6:11 das Nachsehen. Einen „unkonzentrierten Aufbau, insbesondere im Zuspiel“, machte der MTV-Coach als Ursache aus.

Am Samstag von 15 Uhr an kommt es für den MTV Vorsfelde nun zum Showdown: Dann geht es in der Vorsfelder Eichholzhalle gegen den Tabellennachbarn SV Düdenbüttel. Kuwert-Behrenz: „Für Spannung ist also gesorgt.“ Vor dieser Partie geht es aber für beide Teams noch gegen den TV Brettorf II, der in der Tabelle auf dem vorletzten Platz zu finden ist.

Wolfsburger Nachrichten 04.02.202 Seite 30