„Asante Sana!“
Ein großes Dankeschön in der Landessprache Tansanias geht raus an alle Unterstützer*innen aus dem MTV Vorsfelde, die sich in unsere private Spendenaktion eingebracht haben – gleich ob monetär, infrastrukturell, mit Sachspenden oder Arbeitszeit.
Hintergrund der Spendenaktion ist ein bereits langjähriges Engagement unserer ehemaligen Karate-Trainerin Kristin Mnich in Tansania, welches 2015 während ihres Studiums mit einer Freiwilligenarbeit vor-Ort begann. Seither hält sie den Kontakt mit der Hilfsorganisation, fragt immer wieder Bedarfe ab und überbringt wann immer möglich Geld- und Sachspenden. In diesem Jahr habe ich sie das erste Mal begleiten können, um ihr Herzensprojekt in Arusha kennenzulernen. Dort benötigte die Nichtregierungsorganisation L.I.F.E. Tanzania dringend 3.500 €, um für ein neu entstehendes Gemeindezentrum ein Dach bauen zu können.
Um Kristin in der Spendensammlung unter die Arme zu greifen, habe ich in unserer Sparte und im MTV einen Aufruf gestartet. Im Zeitraum Dezember und Januar sind durch die Angrillen-Aktion am MTV Center und PayPal-Zuwendungen ganze 810,00 € an Spenden von Vereinsmitgliedern zusammengekommen. Gemeinsam mit weiteren Spendensammelaktionen der Initiatorin konnte das Spendenziel letztlich sogar übertroffen werden.
Insgesamt 4.300 Euro haben wir den Gründerinnen von L.I.F.E. Tanzania für die Bauarbeiten am Gemeindezentrum übergeben und zusätzlich mehrere Koffer mit Sachspenden (Kleidung, Spielsachen und Schreibmaterial) in der Tagesbetreuung für Kleinkinder gelassen.
Anders als in Deutschland, wo man oftmals Monate warten muss, bis Dachdecker Firmen verfügbar sind, benötigt man in Tansania nur das nötige Budget, alles andere ist binnen weniger Tage organisiert. Als wir am Donnerstag, den 16.01.2025, am Nachmittag die Baustelle zum ersten Mal besuchten, waren die fleißigen Fundis (dt. Handwerker), die bereits am Mittwoch ihre Arbeit aufgenommen hatten, bereits gut vorangekommen und ein großer Teil der Dachunterkonstruktion war schon fertiggestellt.
Während ich in den darauffolgenden Tagen mit Kristin das Land auf Safari durch die Serengeti und zu Fuß am Rande des Kilimanjaro erkunden durfte, mit ihr alte und neue Bekannte der Hilfsorganisation besuchte und weitere engagierte Projekte vor Ort kennenlernte, arbeiteten die Dachdecker unermüdlich weiter. Montagabend war das Dach bereits fertig gestellt und wir besichtigten die Baustelle in den darauffolgenden Tagen erneut. Trotz leicht gestiegener Materialkosten ist noch ein Teil der Spenden übriggeblieben, dieser wird nun gemeinsam mit weiteren Spendengeldern, die von dem deutschen Verein Kupanda e.V. gesammelt wurden, für die Unterlattung der Zwischendecke verwendet. Ziel ist es, ein bis zwei der insgesamt 12 Räume fertig zu stellen und so die Arbeit in dem Gemeindezentrum aufnehmen zu können. Anders als in Deutschland, wo die Menschen erst einziehen oder ein Geschäft in Betrieb nehmen, wenn das gesamte Gebäude fertiggestellt ist, bauen die Tansanier Step by Step. Sie stellen Raum für Raum fertig, je nach Verfügbarkeit des Geldes, und nutzen die ersten vollendeten Räume sofort zum Leben oder Arbeiten.
Neben dem Angebot einer Nachmittagsbetreuung für Schulkinder und deren Verpflegung und einer Begegnungsstätte für alleinerziehende Mütter soll in dem Gemeindezentrum u.a. auch eine Selbsthilfegruppe für zumeist junge tansanische Männer initiiert werden, die aufgrund von Armut und Arbeitslosigkeit der Alkoholsucht verfallen sind.
Bis zur kompletten Nutzbarkeit des Gebäudes und des Außengeländes werden noch einige weitere Monate verstreichen und ein paar Spendenaktionen nötig sein. Durch die Fertigstellung des Daches ist jedoch ein erster wichtiger und sehr kostenintensiver Schritt in die richtige Richtung erfolgt – daher noch einmal vielen herzlichen Dank an all jene, die dieses Projekt unterstützt haben!
Herzliche Grüße aus der Karate-Sparte,
Anna Lux
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