von Tom Szyja/08.11.25/WAZ

Der MTV Vorsfelde unterliegt knapp dem Favoriten TSV Burgdorf II mit 29:32. Lasse Giese glänzte mit 13 Toren. Was Trainer Niklas Wosnitza besonders gefallen hat und was noch besser werden muss.

Wolfsburg. Die Regionalliga-Handballer des MTV Vorsfelde haben Spitzenreiter TSV Burgdorf II lange geärgert, am Ende gingen die Razorbacks aber mit leeren Händen vom Feld. Die Eberstädter verloren am Samstag in heimischer Halle gegen die Bundesliga-Reserve mit 29:32 (14:15). Bester Werfer beim MTV war einmal mehr Lasse Giese mit 13 Toren. „Es war ein super Heimspiel von uns. Wir haben es nur nicht gezogen, weil wir es in der entscheidenden Phase nicht geschafft haben, den Ausgleich oder die Führung zu erzielen, damit Burgdorf ins Nachdenken kommt“, sagte Razorbacks-Trainer Niklas Wosnitza.

Sein Team erwischte einen guten Start in die Partie, Giese traf nach zwei Minuten zum 1:0. Nach gut zehn Minuten führten die Gastgeber in der Carl-Hahn-Schule sogar mit drei Treffern (7:4) – das sollte aber die letzte Führung im Spiel bleiben. Wosnitza war grundsätzlich zufrieden, wie seine Mannschaft seinen Plan umsetzte. „Wir wollten deren Toptorjäger Thorge Lutze aus dem Spiel nehmen, haben das auch geschafft, er hat nur drei Tore gemacht. Leider hat dafür Fabrice-Joel Wolf im Schlagwurfbereich mit acht Treffern zu viele gemacht.“ Offensiv wollte der MTV viel über Schnelligkeit kommen – das gelang. „Wir haben super Tempotore gemacht. Außerdem wollten wir Kreuzungen spielen, das haben wir nur bedingt geschafft.“

Zur Halbzeit lagen die Eberstädter nur mit einem Tor hinten und auch in den zweiten 30 Minuten blieben die Gastgeber dran. Der MTV musste sich am Samstag den Vorwurf einer mangelhaften Chancenverwertung gefallen lassen. „Außerdem hat Burgdorfs Torwart auch sehr stark gehalten. Aus unserem Rückraum hat er da einige Würfe weggenommen, wir haben manchmal aber auch zu früh abgeschlossen“, monierte Wosnitza. Nichtsdestotrotz wollte er erneut seinen beiden torgefährlichen Rückraumspielern Giese und Jakob Nowak (neun Tore) ein Lob aussprechen.

Wie schon in der Vorwoche machten sich die Razorbacks auch dieses Mal mit einigen Zeitstrafen das Leben selbst schwer, mussten in Unterzahl noch mehr Kraft aufwenden. Trotzdem lagen sie drei Minuten vor Spielende (28:29) nur mit einem Tor zurück, der Ausgleich wollte aber nicht fallen. Weiter geht‘s für die Razorbacks am Samstag (18 Uhr) mit einem Gastspiel beim SV Alfeld. „So viel müssen wir dann nicht ändern. Unsere Deckung hat gut gepasst, offensiv müssen wir noch mehr ins Weiterspielen kommen. Ich muss auch sagen, dass Burgdorf ganz klar der beste Gegner war, gegen den wir bisher gespielt haben“, betonte Wosnitza.

MTV: Weber, Schmidt – Vincze, J. Unger, Wagner, Gronde, Steinke (2), Lopez (2), Grading, Mbanefo, T. Unger, Giese (13), Behrens, Nowak (9), Siggelkow (3), Perl.