von Frank Kuwert-Behrenz
Am letzten Spieltag der Feldsaison 2026, dem 11.07.26, war der MTV Vorsfelde noch einmal Gastgeber. Mit dem ETV Hamburg und dem MTV Oldendorf waren der Fünft- und Viertplazierte der Liga angereist.
Parallel fand in Hannover und Düdenbüttel das Restprogramm der Spiele des letzten Wettkampftages statt. Auf allen Plätzen war für Spannung im Abstiegskampf gesorgt, denn insgesamt konnte es noch vier Mannschaften erwischen.
Den ersten Durchgang bestritten die Hausherren und das junge Team aus Oldendorf. Die Oldendorfer zeigten sich hoch motiviert. Frisch und frech wurde aufgespielt und die ansteigende Form der letzten Spieltage bestätigt. Aus einer guten Verteidigung heraus wurde bei den Angriffen meist konsequent gepunktet und auch über die Angaben konnten die Oldendorfer immer wieder Druck aufbauen. Folgerichtig konnte das Team aus der Nähe von Celle die beiden ersten Sätze mit 11:8 und 11:7 für sich entscheiden. Vorsfelde versuchte im 3. Durchgang zielstrebiger zu agieren und legte mit 5:2 einen guten Start hin. Dann schlichen sich leider unnötige Fehler ein. Dem Team stand das Wort Abstiegskampf förmlich auf die Stirn geschrieben. Die Aktionen wurden immer unsicherer und neben Fehlern in der Vorlage schlichen sich auch Schlagfehlerpunkte, sowohl bei der Angabe als auch im Rückschlag, ein. So konnten die Oldendorfer Ball für Ball punkten und entschieden, gefühlt ohne Vorsfelder Gegenwehr auch den dritten Satz mit 11:9 für sich.
Eine glatte 3:0 Niederlage stand für Vorsfelde auf der Anzeigetafel und in diesem Moment war das Team auch durch die Ergebnisse an den anderen Spielorten, Absteiger aus der 2. Bl.-Nord.
MTV Vorsfelde – MTV Oldendorf 0:3 ( 8:11; 7:11; 9:11 )
Nach einem Spiel Pause ging es im allerletzten Spiel der Saison darum das Ruder doch noch herumzureißen und mit einem Sieg die Klasse zu halten. Mit dem aktuellen Vierten der Liga, dem ETV Hamburg, stand erneut ein Schwergewicht auf der anderen Seite des Netzes.
Jetzt zeigte Vorsfelde allerdings ein ganz anderes Gesicht. Die Hamburger hatten aus dem Durchgang davor zwar einen Sieg aber auch ein Fünf-Satz-Spiel in den Knochen. So gelang Vorsfelde durch ein hochmotivertes, kämpferisches Spiel ganz schnell ein 6:0 Führung im ersten Durchgang. Der ETV lies sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und zog nun seinerseits das von der Mannschaft bekannte sehr effiziente Spiel auf. Der Vorsprung schwand Punkt um Punkt und bei 10:10 waren die Hamburger wieder gleichauf, hatten den Vorsfelder Vorsprung egalisiert. Erneut schien das Team durch den drohenden Abstieg gehemmt und Hamburg konnte tatsächlich einen 14:12 Sieg im ersten Satz nach Hause spielen.
Im 2. Durchgang gingen die Hausherren konzentrierter zu Werke. Hart umkämpft und vor allem immer wieder durch gute Abwehraktionen konnte das Spiel offen gestaltet werden. Aus einer leichten Führung heraus wurden die Angriffe konsequenter ausgespielt, doch auch jetzt lies sich Hamburg nicht abschütteln. Zu anfällig zeigte sich die Vorsfelder Mitte in der Abwehrarbeit. Auch der zweite Satz ging in die Verlängerung und mit etwas Glück, begünstigt durch einen Eigenfehler des Hamburger Angreifers, konnten die Hausherren mit 12:10 den Satzausgleich herstellen.
Als Reaktion auf den bisherigen Spielverlauf wurde in Angriff und Abwehr umgestellt. Wie sich zeigte im richtigen Moment, mit der notwendigen Portion Fortune. Gleich bei den beiden ersten Ballwechseln zeigte, sich Wirkung. Eine gute Annahme zeitige eine gute Vorlage und die daraus resultierenden Rückschläge wurden versenkt. Insgesamt bekam die Mannschaft mehr Zugriff auf das Spiel, zeigte sich kämpferischer, hatte jetzt endlich den Abstiegskampf angenommen und witterte ihre Chance. Zudem schienen beim Gegner etwas die Kräfte zu schwinden.
Vorsfelde zog durch, lies Nichts mehr anbrennen, trat als Einheit auf und erkämpfte sich so
mit 11:6 und 11:4 einen 3:1 Sieg im letzten Spiel der Saison.
Ein Blick auf die Ergebnisse der anderen Spielorte zeigte, dass dieser Sieg verbunden, vor allem mit den guten Ergebnissen der letzten Spieltage, in der finalen Tabelle durch das beste Satzverhältnis der vier Mannschaften im Abstiegskampf, zu einem sechsten Tabellenplatz führte.
Vorsfelde, schon scherzhaft als Dinosaurier der Liga bezeichnet bleibt somit der 2. Bundesliga-Nord ein weiteres Jahr, es wird in 2027 dann das Siebzehnte, erhalten.
MTV Vorsfelde – ETV Hamburg 3:1 ( 12:14; 12:10; 11:6; 11:4 )
An dieser Stelle möchte ich als Trainer mich beim Team mit Martin Teuner, Till Barthel, Nadiem Atiq, Jonas Biniek, Nils Olders, Finn Strigan, Christoph Kuwert-Behrenz, Florian Franke und unseren Langzeitverletzten und Motivationscoach Gian Rudolph bedanken..
Ein schwierige Saison mit vielen Höhen und Tiefen, die immer wieder angenommen wurden, denen sich die Mannschaft gestellt hat und nie den Glauben aufgegeben hat in diese Liga zu gehören und vor allem noch wichtiger in dieser Liga bleiben zu wollen, hat ein glückliches Ende gefunden.
Also dann auf ein Neues im kommenden Sommer in der 2.Bundesliga Nord im Faustball.
