Verband und Gliederungen diskutieren – Spiele auf freiwilliger Basis – Absteigen soll niemand

Wolfsburg. Das Präsidium des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) und die Vorsitzenden der Gliederungen stochern auf der Suche nach konkreten Terminen für eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebes weiter im Dunkeln. Am Samstag diskutierten sie nach der Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar während einer Online-Konferenz erneut verschiedene Szenarien. Dabei ging es auch um mögliche Aufsteiger bei Saison-Abbruch.

Grundsätzlich halte der Verband an den bisherigen Planungen fest, den Spielbetrieb Anfang bis Mitte März wiederaufzunehmen, für die Verbands- und Oberligisten in der Form einer Einfachspielrunde. Für die hatten sich Trainer und Verantwortliche vom VfB Fallersleben, MTV Vorsfelde und VfL Wolfsburg wie alle weiteren niedersächsischen Ober- und Verbandsligisten ausgesprochen – unter Berücksichtigung der Ergebnisse der ersten Saisonspiele aus dem Herbst vergangenen Jahres. „Eine Umsetzung wäre auch noch mit Spielbeginn im März möglich“, beteuert HVN-Präsident Stefan Hüdepohl mit Blick auf den Wunsch der Vereinsvertreter, sich vor einem möglichen Re-Start mindestens drei Wochen in den Hallen auf die Rest-Saison vorbereiten zu können. „Fakt ist aber auch, dass am 27. Juni das letzte Saisonspiel ausgetragen sein soll“, so Hüdepohl.

Doch auch das Worst-Case-Szenario wurde besprochen. „Entscheiden sich DHB und wir tatsächlich für einen Saison-Abbruch und müssen wir Aufsteiger etwa für die 3. Ligen ermitteln, könnten wir den Oberligisten eine Aufstiegsrunde mit Spielen auf freiwilliger Basis anbieten. Wer nicht mehr spielen möchte, steigt auch nicht ab“, sagt HVN-Vizepräsident Spieltechnik Jens Schoof.

Ähnlich könne man gegebenenfalls mit den Verbands- und Landesligen verfahren – und auch die einzelnen Gliederungen mit ihren Spielklassen. Denkbar wäre genauso ein Spielbetrieb für alle nicht ambitionierten Teams. Schoof spricht von einer Art HVN-Pokal – zunächst auf regionaler Ebene. „Also in den Grenzen der politischen Landkreise“, um die Absprachen mit den jeweiligen Gesundheitsämtern zu vereinfachen.„Das ist aber alles noch Zukunftsmusik.“

Wolfsburger Allgmeine, Seite 30, 25.01.2021