Der Oberligist bekommt es zu Hause mit einem scheinbar „dankbaren“ Gegner zu tun.

Von Kilian Symalla

Der MTV Vorsfelde um Kapitän Marius Thiele bekommt es am Samstag mit Schlusslicht Barsinghausen zu tun.                                              <b>Sebastian Priebe</b>                                              regios24
Der MTV Vorsfelde um Kapitän Marius Thiele bekommt es am Samstag mit Schlusslicht Barsinghausen zu tun. Sebastian Priebe regios24

Vorsfelde Als Verein stimmte der MTV Vorsfelde für die Fortsetzung des Spielbetriebs, die Oberliga-Handballer des MTV hätten gerne auf die Extra-Auszeit verzichtet. Nun ist die verlängerte Winterpause rum und die Eberstädter dürfen wieder auf Punktejagd gehen. Mit einem auf dem Papier leichten Gegner haben es die „Razorbacks“ zum Jahresauftakt zu tun, doch der HV Barsinghausen ist nicht der gleiche wie noch im Dezember des vergangenen Jahres.

Nur schlecht war die Dezember-Pause dann auch nicht. Zwar hätten die Vorsfelder lieber durchgespielt und ihren Rhythmus behalten. Doch kam die Auszeit den körperlich Angeschlagenen im MTV-Kader zugute. Zwei intensive Monate im vollen Spielbetrieb führten dazu, dass einige Vorsfelder mit Blessuren zu tun hatten. Die konnten nun auskuriert werden. Auch die üblichen Erkältungswellen sind ausgestanden. „Wir hatten im November und Dezember mehrere Ausfälle. Aber die jüngsten Trainingseinheiten haben wir komplett absolviert“, berichtet Vorsfelde-Kapitän Marius Thiele.

Das große Plus: „Wir haben Team-interne Tests spielen können, 6-gegen-6-Matches zum Ende der Trainings“, erklärt Thiele. Testspielgegner waren nämlich schwer zu finden. Für das vergangene Wochenende hatte der MTV eine Begegnung mit dem HSV Warberg/Lelm angesetzt, doch der Verbandsligist sagte ab. Der Grund: Spielermangel. Für die Vorsfelder sei der Ausfall zu verkraften, meint Thiele. „Wir sind gut vorbereitet.“

Und vor allem eines: heiß auf den Re-Start. „Wir wollen und brauchen den Wettkampf“, betont Thiele. „Es ist super, dass es wieder losgeht.“ Das ist die rein sportliche Betrachtung. Mit Blick auf die Pandemielage äußert sich der Mannschaftsführer zurückhaltender. „Wir kennen die Inzidenzen. Wir wissen, was es organisatorisch bedeutet, unter den aktuellen Bedingungen Handball-Spiele auszutragen“, sagt Thiele. Die Vorfreude überwiege, sei aber verhaltener als es nach sieben Wochen Pause zu erwarten wäre, erklärt der „Razorbacks“-Kapitän im Vorfeld des Heimspiels am kommenden Wochenende.

Vieles spricht dafür, dass aus der Vorfreude am Samstag echte Partystimmung wird. Denn mit Barsinghausen gastiert ein „dankbarer Gegner“, wie es Thiele formuliert, in der Eichholz-Sporthalle – zumindest der aktuellen Tabellenlage nach zu urteilen. Der HV ist Schlusslicht, hat sieben von neun Partien verloren. „Zum Einstand ist das der richtige Gegner“, erklärt Thiele, um jedoch anzufügen: „Zu leicht nehmen dürfen wir Barsinghausen nicht. Wir sind schon bei der HSG Schaumburg-Nord ordentlich unter die Räder gekommen. Und die waren zu dem Zeitpunkt auch Tabellenletzter.“

Klar ist: In Barsinghausen hat man sich noch lange nicht aufgegeben. Der HV hat auf das schwache erste Saisondrittel reagiert und sich von Trainer Sven Reuter getrennt. Sebastian Reichardt hat zu Jahresbeginn den Chefcoach-Posten beiden Gästen übernommen und wurde beauftragt, den Umbau und die Verjüngung des Teams zu forcieren. „In Barsinghausen weht ein frischer Wind. Zudem steht das Team mit dem Rücken zur Wand, braucht jeden Punkt. Wir stellen uns auf viel Gegenwehr ein“, warnt Thiele vor den Gästen.

MTV Vorsfelde – Barsinghausen , Samstag, 18.30 Uhr, Sporthalle im Eichholz.

Wolfsburger Nachrichten, Seite 30, 13.01.2022